Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Ceconomy erwägt Verkauf seines Metro-Anteils
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Ceconomy erwägt Verkauf seines Metro-Anteils
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:53 27.08.2018
Bislang hat die Metro-Beteiligung sowohl Ceconomy als auch dem Duisburger Familienkonzern Haniel wenig Freude gemacht. Quelle: Ina Fassbender
Düsseldorf

Der Elektronikhändler Ceconomy bereitet den Verkauf des Großteils seiner Beteiligung am Einzelhändler Metro vor. Dabei folgt das Unternehmen dem Beispiel seines Großaktionärs Haniel, der seine Metro-Anteile ebenfalls losschlagen will.

Damit könnte der tschechische Milliardär Daniel Ketínský zum größten Einzelaktionär der Metro aufsteigen. An der Börse sorgte dies heute für kräftige Kursgewinne.

Bislang hat die Metro-Beteiligung sowohl Ceconomy als auch dem Duisburger Familienkonzern Haniel wenig Freude gemacht. Die Metro-Aktie hat zwar seit ihrem Jahrestief bei 10,02 Euro Mitte Juli wieder um knapp 40 Prozent zugelegt, seit Jahresbeginn hat das Papier aber mehr als 15 Prozent an Wert verloren. Am Montag verteuerte sich der Metro-Anteilsschein im frühen Handel um 16,7 Prozent. Die Ceconomy-Aktie gewann 5,5 Prozent.

Der Elektronikhändler Ceconomy führt mit der zu Ketínský gehörenden Investmentfirma EP nun Gespräche über seinen Metro-Anteil, wie das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mitteilte. Eine Entscheidung sei bislang nicht getroffen, ob und zu welchen Bedingungen ein Anteilskaufvertrag abgeschlossen werde. Allerdings kann Ceconomy nach eigenen Angaben etwa ein Zehntel seines Aktienpakets aufgrund steuerlicher Sperrfristen nicht veräußern.

Ceconomy ist ebenso wie der Lebensmittelhändler Metro im vergangenen Sommer aus der Aufspaltung der früheren Metro Group hervorgegangen. Ceconomy, die Dachgesellschaft der Elektronikfachmärkte Mediamarkt und Saturn, bekam so ein Aktienpaket von rund 10 Prozent an der Metro mit auf den Weg.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Familienkonzern Haniel bekannt gegeben, in einem ersten Schritt 7,3 Prozent der Stammaktien der Metro an EP Global Commerce GmbH (EPGC) zu verkaufen. Zudem hat sich die Investmentgesellschaft des tschechischen Milliardärs eine Option auf den Kauf der restlichen 15,2 Prozent der Papiere gesichert.

Haniel-Chef Stephan Gemkow begründete den vereinbarten Aktienverkauf damit, dass sein Unternehmen aufgrund des „allgemein volatileren Umfelds“ seine Diversifikation vorantreibe. Damit wolle er „insgesamt eine bessere Risikoposition unseres Portfolios erreichen“, sagte Gemkow dem „Handelsblatt“.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Noch vor einer Woche sah es nach einem Zusammenschluss von Kaufhof und Karstadt aus. Doch nun könnte die Fusion scheitern.

27.08.2018

Besenrein war das Haus nicht, das Jürgen Fitschen im Sommer 2012 übernahm. Bis heute ist die Deutsche Bank mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Bank könnte weiter sein, meint auch der Ex-Chef.

27.08.2018

Die geplante Fusion der Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof wackelt. Das bestätigten mit der Verhandlung vertraute Personen der Deutschen Presse-Agentur.

27.08.2018