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Clouds treiben Geschäft von Microsoft, Intel und Google an

Besser verdient als erwartet Clouds treiben Geschäft von Microsoft, Intel und Google an

Die US-Technologieriesen Microsoft, Intel und die Google-Mutter Alphabet schlossen das vergangene Jahr mit guten Zahlen ab. Dabei wird die Internet-Cloud zu einem wichtigen Wachstumstreiber.

Hat zum Jahresende besser verdient als erwartet: US-Techriese Microsoft.

Quelle: Matthias Balk/symbolbild

San Francisco. Das Geschäft mit Online-Diensten aus der Cloud lässt bei amerikanischen Tech-Konzernen die Kassen klingeln. Microsoft verdiente dadurch zum Jahresende mehr als von Analysten erwartet.

Beim Chip-Riesen Intel wächst das Geschäft mit Prozessoren für Rechenzentren, weil immer mehr Daten umgeschlagen werden müssen. Und bei Google verbuchte die Sparte mit dem Cloud-Geschäft das schnellste Wachstum, während das meiste Geld nach wie vor mit Online-Werbung verdient wird. Bei Cloud-Services werden Dienste, Daten und Software direkt aus dem Netz bereitgestellt.

Der Windows-Riese Microsoft steigerte seinen Gewinn im Geschäftsquartal bis Ende Dezember im Jahresvergleich von 5,0 auf 5,2 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit Cloud-Diensten aus der Datenwolke wuchs um acht Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar.

Bei der Cloud-Plattform Azure, deren größter Rivale Amazons Cloud-Dienst AWS ist, sprangen die Erlöse um 93 Prozent hoch. Konzernweit wuchs der Umsatz derweil um gut ein Prozent auf 24,1 Milliarden Dollar. Die Microsoft-Aktie legte zum Start des US-Handels am Freitag um gut ein Prozent zu.

Bei Google sprangen die „anderen“ Erlöse neben dem Werbegeschäft um 62 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar hoch. Dabei geht es neben Cloud-Diensten um das Geschäft mit Apps, Cloud-Diensten oder Hardware wie dem neuen Google-Smartphone Pixel. Die Google-Werbeerlöse stiegen unterdessen um 17 Prozent auf 22,4 Milliarden Dollar. Sie machen nach wie vor den Löwenanteil des gesamten Geschäfts des Mutterkonzerns Alphabet aus.

Die neuen Alphabet-Bereiche wie die Glasfaser-Leitungen oder die Entwicklung von Software für selbstfahrende Autos bringen weiterhin vor allem hohe Kosten. Diese Sparten kamen im vergangenen Quartal zusammen auf einen Umsatz von 262 Millionen Dollar - und verbuchten dabei einen operativen Verlust von knapp 1,1 Milliarden Dollar.

Dabei machte sich bereits bemerkbar, dass Finanzchefin Ruth Porat mehr Finanzdisziplin durchsetzte: Ein Jahr zuvor verloren die Bereiche bei Erlösen vn 150 Millionen Dollar noch 1,2 Milliarden Dollar. Die Anleger waren nicht überrascht: Der Kurs kletterte im frühen US-Handel um knapp ein Prozent.

Microsoft und Intel meiden solche kostspieligen Experimente wie Alphabet. Beim Chipkonzern fuhr zudem das lange schwächelnde Geschäft mit PC-Prozessoren schließlich wieder bessere Zahlen ein. Der Umsatz der Sparte stieg um vier Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Beim operativen Gewinn gab es einen Sprung um 29,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Besonders deutlich profitiert Intel aber nach wie vor vom schnell wachsenden Datenverkehr. Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren wuchs um acht Prozent auf 4,67 Milliarden Dollar. Die Intel-Aktie legte im frühen Handel am Freitag um gut ein Prozent zu.

dpa

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