Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Clouds treiben Geschäft von Microsoft, Intel und Google an
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Clouds treiben Geschäft von Microsoft, Intel und Google an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:02 27.01.2017
Hat zum Jahresende besser verdient als erwartet: US-Techriese Microsoft. Quelle: Matthias Balk/symbolbild
San Francisco

Das Geschäft mit Online-Diensten aus der Cloud lässt bei amerikanischen Tech-Konzernen die Kassen klingeln. Microsoft verdiente dadurch zum Jahresende mehr als von Analysten erwartet.

Beim Chip-Riesen Intel wächst das Geschäft mit Prozessoren für Rechenzentren, weil immer mehr Daten umgeschlagen werden müssen. Und bei Google verbuchte die Sparte mit dem Cloud-Geschäft das schnellste Wachstum, während das meiste Geld nach wie vor mit Online-Werbung verdient wird. Bei Cloud-Services werden Dienste, Daten und Software direkt aus dem Netz bereitgestellt.

Der Windows-Riese Microsoft steigerte seinen Gewinn im Geschäftsquartal bis Ende Dezember im Jahresvergleich von 5,0 auf 5,2 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit Cloud-Diensten aus der Datenwolke wuchs um acht Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar.

Bei der Cloud-Plattform Azure, deren größter Rivale Amazons Cloud-Dienst AWS ist, sprangen die Erlöse um 93 Prozent hoch. Konzernweit wuchs der Umsatz derweil um gut ein Prozent auf 24,1 Milliarden Dollar. Die Microsoft-Aktie legte zum Start des US-Handels am Freitag um gut ein Prozent zu.

Bei Google sprangen die „anderen“ Erlöse neben dem Werbegeschäft um 62 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar hoch. Dabei geht es neben Cloud-Diensten um das Geschäft mit Apps, Cloud-Diensten oder Hardware wie dem neuen Google-Smartphone Pixel. Die Google-Werbeerlöse stiegen unterdessen um 17 Prozent auf 22,4 Milliarden Dollar. Sie machen nach wie vor den Löwenanteil des gesamten Geschäfts des Mutterkonzerns Alphabet aus.

Die neuen Alphabet-Bereiche wie die Glasfaser-Leitungen oder die Entwicklung von Software für selbstfahrende Autos bringen weiterhin vor allem hohe Kosten. Diese Sparten kamen im vergangenen Quartal zusammen auf einen Umsatz von 262 Millionen Dollar - und verbuchten dabei einen operativen Verlust von knapp 1,1 Milliarden Dollar.

Dabei machte sich bereits bemerkbar, dass Finanzchefin Ruth Porat mehr Finanzdisziplin durchsetzte: Ein Jahr zuvor verloren die Bereiche bei Erlösen vn 150 Millionen Dollar noch 1,2 Milliarden Dollar. Die Anleger waren nicht überrascht: Der Kurs kletterte im frühen US-Handel um knapp ein Prozent.

Microsoft und Intel meiden solche kostspieligen Experimente wie Alphabet. Beim Chipkonzern fuhr zudem das lange schwächelnde Geschäft mit PC-Prozessoren schließlich wieder bessere Zahlen ein. Der Umsatz der Sparte stieg um vier Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Beim operativen Gewinn gab es einen Sprung um 29,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Besonders deutlich profitiert Intel aber nach wie vor vom schnell wachsenden Datenverkehr. Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren wuchs um acht Prozent auf 4,67 Milliarden Dollar. Die Intel-Aktie legte im frühen Handel am Freitag um gut ein Prozent zu.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der frühere VW-Chef Martin Winterkorn bleibt bei seiner Darstellung, bis zum Bekanntwerden des Diesel-Skandals im September 2015 von illegalen Abgas-Manipulationen nichts gewusst zu haben.

27.01.2017

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 27.01.2017 um 13:05 Uhr folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

27.01.2017

Wie hart trifft der Dieselskandal den Zulieferer Bosch? Eine Entscheidung über die Zivilklagen in den USA steht kurz bevor. Doch auch den Folgen aus der anhaltenden Dieseldiskussion kann sich der Zulieferer nicht entziehen.

27.01.2017