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Wirtschaft im Rest der Welt Coca-Cola liebäugelt mit Cannabis-Drink
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20:59 09.10.2018
In Deutschland können sich nur Schwerkranke Cannabis auf Rezept verschreiben lassen, ansonsten fällt die Droge unter das Betäubungsmittelgesetzt. Quelle: dpa
Hannover

Das Gerücht über Coca-Cola und Kokain hält sich hartnäckig. Bis 1903 soll in der braunen Brause neben Koffein tatsächlich die Droge enthalten gewesen sein. Deshalb auch der Name. Das jedenfalls behauptet ein Wiener Pharmazeut, der sich lange mit dem Thema beschäftigt hat. Nach etlichen Vergiftungen sollen die USA den Zusatz von Kokain in Getränken dann aber verboten haben.

Mehr als 100 Jahre später blickt Coca-Cola nach eigenen Angaben gespannt auf den Wirkstoff Cannabidiol (CBD), der aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Er könnte bald in sogenannte Wellnessgetränken gemischt werden. Allerdings geht es nicht um den Rausch, betont Coca-Cola. Denn im Gegensatz zu der Cannabis-Droge THC hat CBD keine psychoaktiven Bestandteile. Stattdessen soll es entkrampfend, entzündungshemmend und angstlösend wirken. Ideal für ein Gesundheitsgetränk also.

Marktchancen: In Kanada ist Cannabis neuerdings legal

Über eine mögliche Produktion hat Coca-Cola laut dem kanadischen Sender BNN Bloomberg schon mit dem kanadischen Cannabis-Hersteller Aurora gesprochen. Denn in Kanada ist der Anbau und Verkauf von Cannabis neuerdings legal, genauso wie schon in einigen US-Bundesstaaten. Darin sieht die Getränkeindustrie ihre Chance: Jeder will ein Stück von dem potenziellen Milliardenmarkt abhaben – und keinen Trend verschlafen.

In Deutschland können sich nur Schwerkranke Cannabis auf Rezept verschreiben lassen, ansonsten fällt die Droge unter das Betäubungsmittelgesetzt. Die Rechtslage zum Bestandteil CBD ist derweil unklar. Coca-Cola wird deshalb sicher erst mal in Nordamerika sein Glück mit dem speziellen Wellnessgetränk versuchen.

Von Anne Grüneberg/RND

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