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Wirtschaft im Rest der Welt D-Mark in Euro umtauschen: Das müssen Sie wissen
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11:46 26.07.2018
Die Deutschen horten Milliarden D-Mark. Quelle: dpa
Berlin

Mehr als 16 Jahre nach der Einführung des Euro-Bargeldes horten die Menschen im In- und Ausland immer noch Mark und Pfennig im Milliarden-Wert. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank waren bis Ende Mai Scheine im Wert von 5,91 Milliarden Mark (3,02 Mrd. Euro) und Münzen im Wert von 6,69 Milliarden Mark (3,42 Mrd. Euro) im Umlauf - insgesamt also 12,6 Milliarden Mark. Zum Vergleich: Vor der Euro-Bargeldeinführung am 1. Januar 2002 waren es noch 162,2 Milliarden D-Mark.

Immer wieder werden alte Schätze durch Zufall entdeckt – versteckt in Schubladen, auf Dachböden oder, wie im Fall einer syrischen Familie, in gebraucht gekaufter Bettwäsche. Doch was passiert mit den alten Scheinen und Münzen? Kann man sie noch umtauschen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Bis wann kann die D-Mark in Euro umgetauscht werden?

Bei der Bundesbank kann die D-Mark unbegrenzt in Euro gewechselt werden. Das ist jedoch nicht in allen Ländern des gemeinsamen Währungsraumes der Fall.

Zu welchem Kurs wird die D-Mark umgetauscht?

Die Deutsche Mark ist schon lange kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Wer D-Mark in Form von Münzen oder Scheinen findet, kann diese aber noch immer zeitlich unbegrenzt zu einem festgelegten Umtauschkurs von 1,95583 DM unlimitiert bei einer der Filialen der Deutschen Bundesbank in Euro umtauschen.

Welche Banknoten und Münzen können umgetauscht werden?

Umgetauscht werden Banknoten der Bank deutscher Länder (BdL) sowie Banknoten der Deutschen Bundesbank auf Deutsche Mark oder Pfennig lautende Bundesmünzen.

Welche Banknoten und Münzen können nicht umgetauscht werden?

Die 50-Mark-Banknote II (grün) der Bank deutscher Länder mit dem Ausstellungsdatum 1948 kann nach Angaben der Deutschen Bundesbank nicht mehr in Euro umgetauscht werden. „Diese Banknote können Sie mit einem Erstattungsantrag bei dem Nationalen Analysezentrum in der Hauptverwaltung Mainz der Deutschen Bundesbank oder bei jeder anderen Filiale der Bundesbank einreichen“, heißt es auf der Internetseite. Auch die Zwei-Mark-Münze I mit Prägedatum 1951 sowie Banknoten und Münzen, die vor dem 20. Juni 1948 ausgegeben wurden, können nicht mehr umgetauscht werden.

Wie funktioniert der Umtausch?

Ein Umtausch von Münzen und Banknoten ist in Filialen der Deutschen Bundesbank gebührenfrei und ohne betragliche oder zeitliche Begrenzung möglich. Geschäftsstellen gibt es unter anderem in Berlin, Göttingen, Hannover, Leipzig, Hamburg und München. Eine Übersicht aller Filialen finden Sie hier.

Ein Umtausch ist auch per Postversand möglich. Dazu senden Sie das umzutauschende Geld an die Deutsche Bundesbank, Filiale Mainz, Hegelstraße 65, 55122 Mainz. Die Bearbeitung kann bis zu vier Wochen in Anspruch nehmen. Den entsprechenden Antrag gibt es hier. Bei Beträgen über 29.337,45 D-Mark rät die Bundesbank dazu, vorab Kontakt aufzunehmen.

Wo sind die Münzen und Scheine geblieben?

Ein Teil der noch nicht zurückgegebenen Münzen und Scheine dürfte der Bundesbank zufolge verloren gegangen, vernichtet oder in Sammler-Schatullen gelandet sein. Größere Mengen werden zudem noch im Ausland vermutet. In einigen Ländern war die D-Mark als stabiles und sicheres Wertaufbewahrungsmittel beliebt.

Von RND/are/dpa

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