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DGB-Chef setzt 2013 auf deutliche Lohnsteigerungen

Berlin DGB-Chef setzt 2013 auf deutliche Lohnsteigerungen

Das Tarifjahr 2013 wirft seine Schatten voraus: Während die Gewerkschaften in den Verhandlungsrunden auf ein deutliches Lohnplus für die Beschäftigten pochen wollen, tritt Arbeitgeberpräsident Hundt auf die Bremse.

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Bei den Tarifrunden setzt DGB-Chef Michael Sommer auf deutliche Lohnsteigerungen. Foto: Bodo Marks/Archiv

Berlin. Bei den Tarifrunden setzt DGB-Chef Michael Sommer auf deutliche Lohnsteigerungen. Mit Blick auf die Gespräche in der Metall- und Elektroindustrie sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes der Nachrichtenagentur dpa in Berlin, er wolle der Entscheidung der Tarifkommission zwar nicht vorgreifen, „aber es geht um reale Lohnzuwächse. Dies dient auch der Stabilisierung der Binnenkonjunktur und der Steigerung von Massenkaufkraft.“

Sommer fügte hinzu: „Gerade jene, die das Land am Laufen halten, den Reichtum erwirtschaften, verdienen es, ihren gerechten Anteil zu bekommen.“ Real ist ein Lohnzuwachs dann, wenn er die Inflation mehr als ausgleicht. Die Gewerkschaften reklamieren für die Beschäftigten auch einen Anteil am Produktivitätsgewinn.

Im öffentlichen Dienst hofft der DGB-Chef, „dass für die Beschäftigten der Länder ein ähnlich gutes Ergebnis wie in den Kommunen herauskommt. Es gibt dafür auch Verteilungsspielraum.“ Sommer hob hervor: „Der öffentliche Dienst darf nicht abgekoppelt werden. Man darf ihn nicht mit Niedriglöhnen abspeisen.“

Die Angestellten der Länder sollen nach dem Willen der Gewerkschaften 6,5 Prozent mehr Geld bekommen. Für die zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen waren im Frühjahr 6,3 Prozent mehr Geld in mehreren Stufen für die nächsten zwei Jahre ausgehandelt worden. Die öffentlichen Kassen haben zuletzt von den reichlich sprudelnden Steuereinnahmen profitiert.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt forderte im dpa-Gespräch mit Blick auf die Tarifrunden am Bau, in der Metall- und Elektroindustrie, bei Versicherungen und für die Beschäftigten der Länder eine „flexible, differenzierte und produktivitätsorientierte Lohnpolitik“. Die Binnennachfrage in Deutschland habe bislang schon nicht unter einer zu geringen Lohnentwicklung gelitten. „Im Gegenteil: Die Löhne sind 2011 und 2012 um rund drei Prozent gestiegen.“

Für die Tarifrunden 2013 sieht der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, rund 2 Prozent Spielraum. „Der Sachverständigenrat geht für das nächste Jahr von einem Produktivitätsfortschritt in Höhe von 0,6 Prozent aus und erwartet eine Preissteigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent. Der gesamtwirtschaftliche Verteilungsspielraum beträgt also rund 2 Prozent“, sagte Franz der „Rheinischen Post“ (Montag).

Diesen Spielraum sollten die Tarifvertragsparteien in Deutschland aber nicht ganz ausschöpfen, um einen Beitrag für die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu leisten. Denn zur Vollbeschäftigung sei es noch ein gutes Stück des Weges, sagte Franz.

dpa

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