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Dax endet trotz Rekord unter 13 000 Punkten

Börse in Frankfurt Dax endet trotz Rekord unter 13 000 Punkten

Mehr als 13 Prozent Plus seit Ende 2016 - der Dax steigt immer weiter. Außenpolitische Krisen lassen die Anleger kalt, vielmehr schiebt die gute Konjunktur im Euroraum die Kurse an. Experten schließen weitere Rekorde nicht aus.

Im Schriftzug „DAX“ spiegelt sich die große Anzeigetafel im Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main.

Quelle: Christoph Schmidt/dpa

Frankfurt/Main. Der Dax hat die Marke von 13 000 Punkten nicht verteidigen können. Einen Tag nach dem erstmaligen Überspringen der Marke kehrte er zwar zeitweise darüber zurück und stieg in der Spitze bis auf den Rekordstand von 13 036,74 Punkten.

Letztlich verabschiedete er sich aber doch wieder knapp darunter ins Wochenende. 12991,87 Punkte bedeuteten am Ende ein dünnes Plus von 0,07 Prozent. Im Laufe der Woche hat er um fast 0,3 Prozent zugelegt.

Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research sieht den Leitindex bei 13 000 Punkten weiter im Höhenrausch. „Die niedrigen Zinsen sowie das nach wie vor üppig vorhandene Geld treiben Investoren in Aktien“, fasste er das Geschehen zusammen. Inflationszahlen aus den USA schüttelte der Aktienmarkt ab, auch wenn sie sich zeitweise stützend beim Euro auswirkten. Laut dem BayernLB-Experten Stefan Kipar lieferten diese „keinen Rückenwind für Zinserhöhungen.“

Die Indizes in der zweiten Reihe legten am Freitag ebenfalls nur knapp zu: Der MDax der mittelgroßen Werte schloss 0,09 Prozent höher bei 26081,63 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDax stand am Ende ebenfalls knapp mit 0,05 Prozent im Plus bei 2526,42 Punkten. Seine Bestmarke seit 2001 hatte er zuvor nochmals auf 2530,17 Punkte gesteigert.

Bei den Unternehmen standen mit Bayer und BASF zwei Dax-Schwergewichte im Fokus. BASF übernimmt für knapp 6 Milliarden Euro von Bayer Teile des Geschäfts mit Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln. Der Deal steht im Zusammenhang mit der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto durch Bayer. Die Aktien der Leverkusener legten um etwas mehr als 1 Prozent zu, während BASF um ein halbes Prozent nachgaben.

Aktien der Metro AG gewannen etwas mehr als 2 Prozent. Zuvor hatte sich Analyst Andrew Porteous von der Investmentbank HSBC verhalten optimistisch geäußert. Er lobte in seiner Studie die Strategie des Handelskonzerns als richtig. Die Bewertung der Papiere hält er im Branchenvergleich für moderat.

Ein echter Erfolg scheint der Börsengang von Voltabox zu werden. Die Aktien des Batterieherstellers wurden am Ende ihres ersten Handelstages mit 32 Euro auf Tageshoch gehandelt. Das Unternehmen hatte die Papiere zu 24 Euro an die Investoren ausgegeben. Zum Zuge gekommene Anleger können sich so gleich über ein Plus von einem Drittel freuen.

Die Aktien von Fraport fielen um 1,86 Prozent, nachdem sich Analystin Stephanie D'Ath von RBC Capital kritisch zu den Papieren geäußert hatte. Außerhalb der großen Indizes sorgte eine gestrichene Kaufempfehlung durch die Privatbank Hauck & Aufhäuser bei der im SDax notierten Washtec-Aktie für ein Minus von 2 Prozent.

Schlusslicht im Kleinwerte-Index waren jedoch Grammer mit einem Kurseinbruch um 14 Prozent. Der Autozulieferer hatte ankündigt, dass der Auftragseingang in diesem Jahr deutlich unter den Erwartungen liegen werde - mit negativen Auswirkungen auch beim operativen Ergebnis. Grammer leide dabei unter den Folgeschäden eines erbitterten Streits zwischen Vorstand und dem unerwünschten Großaktionär Hastor.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss knapp mit 0,03 Prozent im Minus bei 3604,55 Punkten. Für den Pariser CAC-40-Index und den Londoner FTSE 100 ging es jeweils moderat abwärts. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial jedoch stand zu Handelsschluss in Europa leicht im Plus. Er hatte seine Rekordjagd mit einer neuerlichen Bestmarke fortgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,25 Prozent am Vortag auf 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 141,39 Punkte. Der Bund Future gewann 0,32 Prozent auf 162,04 Punkte. Der Eurokurs stieg im Tageshoch bis auf 1,1875 US-Dollar, kam dann aber wieder auf 1,1836 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1810 (Donnerstag: 1,1856) US-Dollar festgesetzt.

dpa

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