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Dax gibt leicht nach

Börse in Frankfurt Dax gibt leicht nach

Der Aktienmarkt kommt weiter nicht so recht vom Fleck. Das könnte bis zur US-Präsidentschaftswahl so weitergehen, fürchten Experten.

Frankfurt/Main. Wie schon vor dem Wochenende haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt auch heute nicht groß aus der Deckung gewagt. Börsianer begründeten das anhaltend defensive Agieren der Investoren mit den anstehenden Notenbank-Entscheidungen und den Vorwehen der US-Wahl.

Diese werde wohl „über das Wohl und Wehe zumindest für die kommenden Monate an den Aktienmärkten dieser Welt entscheiden“, schrieb Jochen Stanzl von CMC Markets.

Der Dax gab zu Wochenbeginn um 0,29 Prozent auf 10 665,01 Punkte nach. Mit einem Anstieg um gut 1,5 Prozent fällt die Monatsbilanz für den deutschen Leitindex zwar positiv aus. Er bleibt aber weiterhin in einer Seitwärtsbewegung mit einer engen Bandbreite von nur 600 Punkten gefangen, die nunmehr schon seit Anfang August Bestand hat. Ausbruchsversuche über die Marke von 10 800 Punkten waren zuletzt immer wieder gescheitert.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax schloss knapp mit 0,07 Prozent im Minus bei 21 146,23 Punkten. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,38 Prozent auf 1723,88 Zähler abwärts.

An den übrigen europäischen Börsen fiel die Tendenz noch etwas schwächer aus als in Deutschland. Der EuroStoxx 50 als Kursbarometer der Eurozone verlor 0,78 Prozent. Die Leitindizes in London und Paris gingen mit Verlusten zwischen 0,6 und 0,9 Prozent aus dem Handel.

In den USA sind sich Experten zwar sicher, dass die Fed zur Wochenmitte noch nicht an der Zinsschraube drehen wird. Sie warten aber gespannt auf Indizien für die nächste Sitzung im Dezember, bei der eine Erhöhung als ausgemacht gilt. In Japan trafen sich die Währungshüter schon heute zu einer zweitägigen Sitzung. Am Donnerstag entscheidet außerdem die Bank of England über ihr weiteres geldpolitisches Vorgehen.

Auf Unternehmensseite ging es zu Wochenbeginn vergleichsweise ruhig zu - auch deshalb, weil die Berichtssaison erst im Wochenverlauf wieder richtig Fahrt aufnimmt. Die Finanzwerte setzten ihren Zick-Zack-Kurs der vergangenen Wochen fort und versammelten sich dieses Mal am Dax-Ende, wo die Commerzbank-Aktien um 1,84 Prozent fielen. Die ebenfalls schwankungsanfälligen RWE-Aktien hingegen waren gefragt. Sie führten den Dax mit einem Aufschlag von 2,34 Prozent an.

Nachrichtengetriebene Kursbewegungen gab es vor allem im breiteren Markt. Aktionäre von Fielmann mussten eine herbe Enttäuschung hinnehmen: Wegen einer gekürzten Gewinnprognose sackten die Papiere der Optikerkette am MDax-Ende um mehr als 6 Prozent auf 63,18 Euro ab. Seit dem vor sieben Handelstagen erreichten Rekordhoch haben sie schon mehr als 15 Prozent an Wert verloren.

Die weiteren kursbewegenden Nachrichten kamen vor allem aus dem TecDax. Die im Jahresvergleich stark verbesserten Neunmonats-Zahlen des Bausoftware-Herstellers RIB Software kamen am Markt gut an: Die Aktien gewannen mehr als 3 Prozent. Die Papiere des Medizin- und Sicherheitstechnikherstellers Drägerwerk katapultierte eine frische Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux mit einem Plus von fast 6 Prozent an die Spitze der Technologiewerte.

Die zum Verkauf eingereichten Aixtron-Papiere unterbrachen ihren freien Fall mit einem kleinen Plus. In der vergangenen Woche hatten die Anteile etwa ein Viertel an Wert eingebüßt, nachdem das Bundeswirtschaftsministerium überraschend eine neue Prüfung des Kaufangebots des chinesischen Investors Fujian Grand Chip eingeleitet hatte. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken wegen der Weitergabe von Rüstungstechnologie.

Am Rentenmarkt haben deutsche Staatsanleihen etwas fester tendiert. Die Umlaufrendite ging von 0,01 Prozent am Freitag auf 0,00 Prozent zurück. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 142,58 Punkte. Der Bund-Future trat mit minus 0,02 Prozent weitgehend auf der Stelle. Der Eurokurs legte zu: Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0962 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0946 (Freitag: 1,0922) US-Dollar festgesetzt.

dpa

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