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Wirtschaft im Rest der Welt Dax nimmt Rekord ins Visier
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18:42 08.01.2018
Im Schriftzug "DAX" spiegelt sich die große Anzeigetafel mit dem bis dahin erreichten Kursverlauf im Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main (Hessen). Quelle: Christoph Schmidt
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Frankfurt/Main

Der Dax hat in der zweiten Handelswoche des Jahres an seinen guten Lauf der vergangenen Tage angeknüpft. Zum Handelsschluss am Montag stand der deutsche Leitindex 0,36 Prozent höher bei 13.367,78 Punkten.

Bis zu seinem Anfang November erreichten Rekordhoch bei 13.525 Punkten fehlen damit nur etwas mehr als 150 Punkte. In der ersten Handelswoche 2018 hatte der Dax bereits um gut 3 Prozent zugelegt.

Positiv für den Aktienmarkt: Der Euro gab zum US-Dollar am Montag wieder nach, was die Exportchancen von Unternehmen aus dem Euroraum generell erhöhen kann.

Der MDax der 50 mittelgroßen Börsentitel ging mit minus 0,01 Prozent nur wenig verändert mit 27.014,63 Punkten über die Zielgerade. Der TecDax kletterte um 1,09 Prozent auf 2671,47 Zähler. Einen Höchststand mit 12.325,56 Punkten erreichte gegen Handelsende der Kleinwerteindex SDax. Er schloss dann beim Stand von 12.318,97 Punkten mit plus 0,48 Prozent.

Die Beiersdorf-Aktien gewannen im Dax 1,03 Prozent und reagierten damit positiv auf die vom Nivea- und Tesa-Hersteller kurz vor Handelsschluss präsentierten vorläufigen Geschäftszahlen für 2017. Das Unternehmen war stärker gewachsen als erwartet.

Deutliche Kurszuwächse verbuchten zudem Autowerte. BMW verteuerten sich als zweitbester Index-Wert um 1,32 Prozent. Daimler legten um 1,06 Prozent zu. Die robuste Konjunktur gab der Branche erneut Rückenwind.

Schwäche zeigten wie schon am Freitag die Aktien der Deutschen Bank - sie fielen am Dax-Ende um weitere 0,97 Prozent. Eine Abstufung von „Buy“ auf „Hold“ durch die Großbank HSBC belastete dabei. Am Freitag hatte das Geldhaus die Börsianer auf ein schwaches viertes Quartal vorbereitet. Zudem sorgte am Montag ein Pressebericht für einen Dämpfer, Großaktionär Cerberus arbeite nicht auf eine Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank hin.

Die Aktien von Uniper und Eon reagierten per saldo kaum auf die Mitteilung des Eon-Konzerns zum Verkauf der Uniper-Anteile an den finnischen Fortum-Konzern. Dies sei erwartet worden, sagten Händler. Der Energiekonzern Eon wird seine knapp 47 Prozent an dem Kraftwerksbetreiber Uniper den Finnen andienen. Die Eon-Papiere standen zum Handelsende 0,31 Prozent tiefer, Uniper gaben im MDax um 0,38 Prozent nach.

Zudem brachen in dem Mittelwerte-Index die gebeutelten Titel des von einem Bilanzskandal erschütterten Möbelhändlers Steinhoff um 10,68 Prozent ein. Zuvor war bekannt geworden, dass die Europäische Zentralbank (EZB) keine Steinhoff-Anleihen mehr hält.

An der TecDax-Spitze gewannen die Wirecard-Aktien 6,50 Prozent auf 105,95 Euro. Erstmals wurde damit die Marke von 100 Euro geknackt. Eine Kooperation sowie ein positiver Analystenkommentar beflügelten. Wirecard wird zusammen mit einem Partner eine Stadion-Dauerkarte mit kontaktloser Bezahlfunktion auf dem britischen Sportmarkt einführen.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,1 Prozent auf 140,51 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,07 Prozent auf 161,73 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1974 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1973 (Freitag: 1,2045) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8352 (0,8302) Euro.

dpa

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