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Wirtschaft im Rest der Welt Deutsche-Bank-Aktie auf Rekordtief
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15:10 27.09.2016
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Frankfurt/Main

Die Deutsche Bank kämpft um das Vertrauen der Investoren. Die Aktie des angeschlagenen deutschen Branchenprimus brach am Montag am Dax-Ende um 7,54 Prozent auf 10,550 Euro ein und schloss damit so tief wie noch nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens.

Damit hat das Papier in diesem Jahr schon mehr als Hälfte seines Werts eingebüßt. Unter Anlegern verstärkt sich die Befürchtung, dass die Bank angesichts der drohenden Strafe wegen Hypothekengeschäften in den USA ihr Kapital erhöhen muss.

Für neue Aufregung sorgte ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“, wonach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) der Bank im Rechtsstreit mit den US-Behörden nicht helfen wolle - weder finanziell noch diplomatisch. „Damit ist die Aktie zum Abschuss freigegeben“, sagte ein Börsianer.

Die Deutsche Bank betonte, Vorstandschef John Cryan habe „zu keinem Zeitpunkt die Bundeskanzlerin darum gebeten, dass die Regierung im Hypothekenverfahren mit dem amerikanischen Justizministerium interveniert“. Staatshilfe sei kein Thema, erklärte ein Sprecher: „Die Deutsche Bank ist fest entschlossen, ihre Herausforderungen alleine zu lösen.“ Auch die Frage nach einer Kapitalerhöhung stelle sich „derzeit“ nicht, die Bank erfülle alle regulatorischen Vorgaben.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, das US-Justizministerium habe sich auch mit anderen Kreditinstituten auf Vergleichszahlungen geeinigt. „Die Bundesregierung geht davon aus, dass auch am Ende dieses Verfahrens (...) ein faires Ergebnis erzielt wird.“ Zu Spekulationen über Staatshilfe für die Deutsche Bank stellte Seibert klar: „Es gibt keinen Anlass für Spekulationen, wie sie da angestellt werden.“

Der Deutschen Bank droht in den USA eine Rekordstrafe von 14 Milliarden Dollar (aktuell knapp 12,5 Mrd Euro) in den Vergleichsverhandlungen um Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise. Die Bank ist überzeugt, die Summe noch erheblich drücken zu können. In solchen Verfahren steigen die Ermittler üblicherweise mit höheren Forderungen ein, als sie letztlich beschlossen werden.

dpa

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