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Wirtschaft im Rest der Welt Deutsche Bank: Milliardenverlust wegen US-Steuerreform
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17:32 05.01.2018
Wegen der Belastung durch die US-Steuerreform erwartet die Deutsche Bank für das Gesamtjahr 2017 einen geringen Verlust nach Steuern. Quelle: Andreas Arnold
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Frankfurt/Main

Die US-Steuerreform unter Präsident Donald Trump brockt der Deutschen Bank einen Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr ein. Im vierten Quartal 2017 werde das Konzernergebnis durch die Gesetzesänderung um 1,5 Milliarden Euro gedrückt, teilte die Bank in Frankfurt mit.

Daher erwartet die Bank für das Gesamtjahr 2017 einen geringen Nettoverlust. Vor Steuern werde das Ergebnis positiv sein, hieß es weiter. Zudem kündigte Deutschlands größte Bank ihren Investoren ein schwaches viertes Quartal an.

Grund für den Rückschlag sind Bilanzeffekte. Während der globalen Finanzkrise ab 2007 hatte die Deutsche Bank Milliardenverluste angehäuft, die sie steuerlich geltend machen konnte. Nun sinkt die Körperschaftssteuer für Unternehmen in den USA deutlich von 35 auf 21 Prozent. Die Deutsche Bank kann daher die Altlasten nicht mehr so stark nutzen, um ihre Steuerlast zu drücken. Mit dem Problem steht die Deutsche Bank nicht alleine da: In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere Großbanken Belastungen gemeldet.

Zudem bereitete die Deutsche Bank Anleger auf ein schwaches viertes Quartal vor. So seien die Schwankungen an den Kapitalmärkten zuletzt gering gewesen, was den wichtigen Handel mit festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen, Aktien, Währungen sowie das Finanzierungsgeschäft schwer belaste. Dort dürften die Erträge gemessen am Vorjahreszeitraum um 22 Prozent geringer ausfallen, hieß es.

In der Folge rechnet die Bank im vierten Quartal mit einem Vorsteuerverlust. Auch werde die Kapitaldecke gegen Krisen gemessen an der harten Kernkapitalquote leicht um 0,1 Prozentpunkte sinken. Die Bank könne aber Zahlungen auf bestimmte Nachranganleihen weiter bedienen, versicherte sie. Damit sind Forderungen von Gläubigern gemeint, die im Falle einer Insolvenz erst spät ausbezahlt werden. Im Herbst 2016 waren die Risikoaufschläge dieser Papiere in die Höhe geschossen, da Anleger nach einer milliardenschweren Geldstrafe für die Deutschen Bank in den USA nervös wurden.

An der Börse kamen die Nachrichten den Geldhauses am Freitag schlecht an. Die Aktie brach am Nachmittag um gut 4,5 Prozent ein. Ihre vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr teilt die Bank am 2. Februar mit.

dpa

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