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Wirtschaft im Rest der Welt Deutsche Firmen wollen Geschäfte in Argentinien vorantreiben
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Deutsche Firmen wollen Geschäfte in Argentinien vorantreiben
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09:22 08.06.2017
Der Präsident der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer (AHK Argentina) und CEO der VW-Vertretung, Pablo Di Si in Buenos Aires. Quelle: Volkswagen Argentina
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Buenos Aires

Die in Argentinien ansässigen deutschen Unternehmen wollen in den nächsten Jahren ihre Geschäfte ausbauen. Die meisten von ihnen planen für 2017 und 2018 Investitionen und mehr Personal, wie aus einer Umfrage der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer unter 50 ihrer 170 Mitglieder hervorgeht.

Zum Auftakt des Argentinien-Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag will ihr der Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Pablo Di Si, Vorschläge zur Weiterentwicklung der deutsch-argentinischen Wirtschaftsbeziehungen machen. Das deutsche Fachwissen bei erneuerbaren Energien und die Förderung der dualen Berufsbildung stünden an der Spitze der Liste von zwölf Punkten, wie Di Si der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Merkel wird auf ihrer Reise nach Argentinien und Mexiko von einer Delegation von zehn Vorstandschefs deutscher Unternehmen begleitet, die kurz nach der Landung mit den Vertretern der argentinischen Außenhandelskammer in Buenos Aires zusammentrifft.

Zwar fördere die liberale Ausrichtung der konservativen Regierung um Präsident Mauricio Macri ein positives Geschäftsklima, sagte Di Si. Er kritisierte aber hohe Belastungen für Firmen durch bürokratische Hürden, hohe Steuern und eine schlechte Infrastruktur.

„Wir können an einem Tag 5000 Wagen aus einem Schiff ausladen, brauchen aber dann 15 Tage, um sie in unser nur 40 Kilometer entferntes Betriebsgelände zu bringen“, sagt Di Si, der zugleich Chef von Volkswagen in Argentinien ist. Seine Kollegen in Mexiko schafften denselben Vorgang an einem einzigen Tag.

Di Si begrüßte die Öffnung Argentiniens für Importwaren. Er warnte aber, dass die Konkurrenzfähigkeit der lokalen Produktion geschützt werden müsse, während der Staat schrittweise die zahlreichen Hürden für die Industrie abbaue. Insbesondere die Autoindustrie sei von der Krise der letzten zwei Jahre auf ihrem größten Absatzmarkt Brasilien stark betroffen.

dpa

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