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Wirtschaft im Rest der Welt Deutsche Post baut jetzt mit Ford größere E-Transporter
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14:52 16.08.2017
Groß, gelb, elektrisch: Der neue Streetscooter Work XL, ein Gemeinschaftsprojekt der Post und Ford. Quelle: Oliver Berg
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Köln

Inmitten des Dieselskandals setzt die Deutsche Post verstärkt auf Elektromobilität. Gemeinsam mit dem Autobauer Ford präsentierte der weltweit größte Post- und Logistikkonzern in Köln den Streetscooter Work XL.

Der E-Transporter ist der große Bruder von zwei kleineren Modellen, die schon länger in Aachen produziert und seit kurzem auch an Dritte verkauft werden.

Post-Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes sprach von einer gewaltigen Nachfrage nach E-Fahrzeugen. Das neue Modell erweitere die Flotte des Unternehmens im Nutzfahrzeugbereich und sei das optimale Auto für die Paketzustellung in Großstädten und Ballungsräumen. Als positiv hob er hervor, dass der Dieselskandal die Diskussion um E-Mobilität intensiviert habe.

In Deutschland gehört die Post zu den größeren Herstellern von E-Autos. Weltweit sind 92 000 Fahrzeuge für den Konzern im Einsatz, in Deutschland rund 47 000. Davon sind etwa 3000 Streetscooter, gut 5000 sollen es am Jahresende sein.

Der gemeinsam mit Ford entwickelte neue E-Transporter hat ein Ford Transit-Fahrgestell, das mit einem batteriebetriebenen Antriebsstrang und einem Karosserieaufbau nach Vorgaben der Post ausgestattet ist. Mit einem Ladevolumen von rund 200 Paketen ist das Auto rund dreimal so groß wie das kleine Modell. Mit dem Einsatz des Transporters kann die Post pro Jahr fünf Tonnen CO2 oder 1900 Liter Diesel sparen.

Ford-Europa-Chef Steven Armstrong begrüßte das Gemeinschaftsprojekt. Es werde Europas größter Produzent von emissionsfreien, mittelgroßen E-Transportern sein und es komme genau zur richtigen Zeit. Bis Ende 2018 sollen bereits 2500 Fahrzeuge im Einsatz sein. Mit 3000 Streetscootern und 10 500 Pedelecs im Einsatz sei die Post schon heute der Betreiber der größten E-Flotte in Deutschland, hieß es.

Am Produktionsstandort in Aachen wird derzeit mit der Einführung einer zweiten Schicht die Jahreskapazität auf 15 000 Fahrzeuge hochgefahren. Ein weiterer Standort für die Herstellung soll auch in Nordrhein-Westfalen entstehen, der Ort ist noch nicht bekannt.

dpa

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