Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Deutsche Verbraucher zeigen sich optimistisch
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Deutsche Verbraucher zeigen sich optimistisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:04 26.01.2017
Experten rechnen mit einer weiteren Verbesserung des Konsumklimas. Quelle: Henning Kaiser/archiv
Anzeige
Nürnberg

Deutschlands Verbraucher sind mit großem Optimismus und ausgeprägter Kauflaune ins neue Jahr gestartet. Sie rechneten für 2017 nicht nur mit einem soliden Wirtschaftswachstum, sondern auch mit stärker steigenden Einkommen.

Daher sähen sie derzeit keinen Grund, größere Anschaffungen wie Möbel, TV-Geräte oder neue Haushaltsgeräte erst einmal zurückzustellen, berichteten die Marktforscher der GfK am Donnerstag in Nürnberg. Die Studie zum Konsumklima basiert auf der Befragung von rund 2000 Verbrauchern.

„Zu Beginn des Jahres 2017 legte die ohnehin schon gute Konsumstimmung noch einmal auf breiter Front zu“, bilanzierten die GfK-Experten. Diese Entwicklung dürfte sich auch in nächster Zeit fortsetzen. Daher werde der monatlich berechnete Konsumklima-Index im Februar von zuletzt 9,9 auf voraussichtlich 10,2 Punkte steigen, prognostizierte die GfK. Mit dem dritten Anstieg in Folge setze das Konsumklima seinen moderaten Aufwärtstrend fort.

Allerdings sei die Entwicklung der kommenden Monate nicht frei von Risiken, gibt GfK-Forscher Rolf Bürkl zu bedenken. Sorge bereite im beispielsweise die künftige Handelspolitik des neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump, aber auch die weitere Preisentwicklung.

Sollte Trump seine angekündigten Abschottungspläne tatsächlich umsetzen, könnte das schnell die exportorientierte deutsche Chemie-, Maschinenbau- und Autoindustrie treffen. „Wenn dann Beschäftigte das Gefühl haben, dass ihre Arbeitsplätze nicht mehr sicher sind, dann könnte das für die Verbraucherstimmung zum Problem werden“, sagt Bürkl. Käme dann auch noch eine steigende Inflationsrate dazu, würde womöglich ein „unschöner Cocktail zusammengemixt“.

Schon jetzt sei die im Dezember auf 1,7 Prozent hochgeschnellte Inflationsrate „verstärkter Gegenwind für die realen Einkommen“, betonte Bürkl. Denn steigende Preise seien „Gift für das Konsumklima“. Die höheren Benzin- und Heizölpreise zehrten an den Einkommen der Konsumenten. „Wir müssen daher sehen, ob sich die Entwicklung so fortsetzt“, sagte der Konsumforscher. Er selbst bezweifle das allerdings. Denn dass sich die Erdöl exportierenden Länder an ihre verringerten Förderquoten hielten, sei selten der Fall gewesen. Außerdem wollten die USA das Öl-Fracking wieder hochfahren.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Verbraucher in Europa haben jahrelang zu viel für Duschen, Wasserhähne und andere Sanitärprodukte bezahlt.

26.01.2017

Vor dem Brexit-Votum hatten Volkswirte vor schweren Folgen für die britische Wirtschaft im Fall eines EU-Austritts gewarnt. Doch zum Jahresende zeigte sich die Konjunktur überraschend stark. Für einen Dämpfer sorgte aber die Automobilindustrie.

26.01.2017

Deutschlands Verbraucher sind mit großem Optimismus und ausgeprägter Kauflaune ins neue Jahr gestartet.

26.01.2017
Anzeige