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Devisen: Euro sinkt nach enttäuschenden Daten unter 1,30 US-Dollar

Waehrung Devisen: Euro sinkt nach enttäuschenden Daten unter 1,30 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende Konjunkturdaten aus Europa haben den Kurs des Euro am Mittwoch unter die Marke von 1,30 US-Dollar gedrückt.

FRANKFURT. FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende Konjunkturdaten aus Europa haben den Kurs des Euro am Mittwoch unter die Marke von 1,30 US-Dollar gedrückt. Nach Veröffentlichung des viel beachteten Ifo-Geschäftsklimas fiel die Gemeinschaftswährung am Vormittag auf ein Tagestief von 1,2921 Dollar. Zuletzt wurde sie etwas erholt bei 1,2967 Dollar gehandelt. Am frühen Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2942 (Dienstag: 1,3005) Dollar festgesetzt.

Sowohl das Ifo-Geschäftsklima als auch die Einkaufsmanager-Indizes der Eurozone waren im Oktober überraschend zurückgegangen. Das Ifo-Geschäftsklima war von 101,4 Punkten im Vormonat auf 100,0 Zähler gefallen - den tiefsten Stand seit Anfang 2010. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einer leichten Aufhellung auf 101,6 Punkte gerechnet. Nach dem angekündigten Anleihekaufprogramm der EZB und einer Beruhigung der Finanzmärkte hatten viele Experten mit positiven Auswirkungen auf die Realwirtschaft gerechnet. Neben dem Ifo-Index sagen jedoch auch die Einkaufsmanager-Indizes der Eurozone und Deutschland eine erneute Abschwächung der Konjunktur voraus.

Positive Signale kamen indes vom US-Immobilienmarkt, wo die Verkäufe neuer Häuser im September stärker als erwartet gestiegen waren. Auf Monatssicht sei die Zahl um 5,7 Prozent auf 389.000 Häuser geklettert, hatte das US-Handelsministerium mitgeteilt. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 3,2 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Verkäufe noch um revidiert 1,3 (ursprünglich: 0,3) Prozent gesunken. Zudem hatte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) mitgeteilt, dass die Preise von Einfamilienhäusern in den USA im August deutlich kräftiger gestiegen seien als erwartet. Der FHFA-Hauspreisindex habe im Monatsvergleich um 0,7 Prozent zugelegt. Ökonomen hatten lediglich mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80830 (0,81365) britische Pfund , 103,33 (103,84) japanische Yen und 1,2100 (1,2098) Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.706,50 (Vortag: 1.711,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 41.750,00 (41.630,00) Euro.

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