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Diesel und Kartellverdacht überschatten gute BMW-Zahlen

Modelloffensive angekündigt Diesel und Kartellverdacht überschatten gute BMW-Zahlen

Einen Tag nach dem Dieselgipfel legt BMW seine Halbjahresbilanz vor. Vorstandschef Harald Krüger will am Vormittag in München dazu Stellung nehmen.

Das Logo des Autoherstellers BMW ist an einer Autofelge angebracht.

Quelle: Monika Skolimowska/illustration

München. Einen Tag nach dem Dieselgipfel legt BMW seine Halbjahresbilanz vor. Vorstandschef Harald Krüger will am Vormittag in München dazu Stellung nehmen. Im Zentrum des Interesses werden seine Antworten zum Diesel und zum Kartellverdacht stehen.

BMW ist laut Analysten der Premiumanbieter mit dem höchsten Dieselanteil in der Fahrzeugflotte - weltweit jeder dritte BMW fährt mit Selbstzünder.

Die Anleger wird interessieren, wie teuer BMW ein Software-Update für ältere Diesel einschätzt, um Fahrverbote in deutschen Großstädten zu verhindern. Außerdem prüft die EU-Kommission, ob VW, BMW, Daimler, Audi und Porsche mit Absprachen gegen das Kartellrecht verstoßen haben. Dann könnten saftige Bußgelder drohen.

Bei den Zahlen sieht es gut aus bei BMW - auch im zweiten Quartal ist es rund gelaufen für den Autokonzern: BMW hat zwischen April und Juni weltweit mehr als 633 000 Autos verkauft, fast 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem in China steigt die Nachfrage kräftig.

Analysten erwarten, dass der Umsatz um gut 3 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro gestiegen ist und der Gewinn vor Zinsen und Steuern um fast 5 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro zugelegt hat. Sie bemängeln aber, dass die Verkäufe des BMW 5ers trotz des Modellwechsels im Frühjahr zuletzt sogar zurückgingen.

Krüger hat eine große Modelloffensive angekündigt. Neue Oberklasse- und Luxusautos mit höheren Preisen und höheren Gewinnmargen sollen mehr Geld in die Kasse bringen. Das kann BMW für steigende Investitionen in Forschung und Entwicklung von selbstfahrenden Elektroautos dringend gebrauchen.

dpa

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