Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
EU-Minister feilen an letzten Details der Agrarreform

Brüssel EU-Minister feilen an letzten Details der Agrarreform

Bei der Reform der europäischen Agrarpolitik wollen die EU-Staaten die jahrelangen Verhandlungen diese Woche zu Ende bringen. Umstritten sind beispielsweise noch Förderkürzungen für Großbetriebe.

Voriger Artikel
Bundesbank erwartet Konjunkturerholung
Nächster Artikel
Neue Streiks in Griechenland

In Brüssel geht es unter anderem um die Frage, in welchem Umfang Subventionen für Großbetriebe gekürzt werden. Foto: Jens Wolf

Brüssel. Bei der Reform der europäischen Agrarpolitik wollen die EU-Staaten die jahrelangen Verhandlungen diese Woche zu Ende bringen. Umstritten sind beispielsweise noch Förderkürzungen für Großbetriebe.

„Der Rat ist fest entschlossen, die Verhandlungen abzuschließen“, sagte der litauische Landwirtschaftsminister Vigilijus Jukna am Montag in Brüssel. Er leitete das Treffen seiner europäischen Kollegen, weil Litauen derzeit den Vorsitz der EU-Staaten hat. Im Sommer gab es zwar bereits eine Grundsatzeinigung zwischen den Staaten und dem Parlament, einige Fragen wurden jedoch verschoben.

Strittig ist unter anderem, in welchem Umfang Subventionen für Großbetriebe gekürzt werden sollen. Dazu zählen Höfe, die pro Jahr mehr als 150 000 Euro der sogenannten Direktzahlungen zur Stützung ihres Einkommens aus EU-Töpfen erhalten. In Deutschland sind dies laut Bundeslandwirtschaftsministerium rund 2400 Betriebe. Die meisten davon liegen in Ostdeutschland.

Das Europäische Parlament fordert bei Zahlungen von mehr als 150 000 Euro pro Jahr Kürzungen von 5 Prozent. Bei Beträgen von mehr als 300 000 Euro jährlich wollen die Abgeordneten die Fördergelder um 10 Prozent reduzieren. Die EU-Staaten lehnten so starke Einschnitte bisher ab.

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos appellierte an die Kompromissbereitschaft der Minister: „Mir scheint, dass eine umfassende Einigung [...] jetzt viel wichtiger ist als einzelne Zahlen“, sagte Ciolos. „Ich kann mir nichts anderes vorstellen als einen Abschluss der Verhandlungen morgen.“

Am Dienstagabend wollen sich Vertreter von EU-Staaten, Europaparlament und Kommission über die letzten ausstehenden Punkte einigen. Nach derzeitigem Zeitplan könnte das Parlament die Reform im November beschließen. Rat und Parlament hatten sich bereits im Juni grundsätzlich auf die Reform verständigt, einige umstrittene Punkte aber vertagt.

Hintergrundinformationen der EU-Kommission (auf Englisch)

Hintergrundinformationen des Rates (auf Englisch)

Tagesordnung des Treffens

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 13.061,00 +0,52%
TecDAX 2.545,75 +1,33%
EUR/USD 1,1730 -0,36%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

VOLKSWAGEN VZ 165,52 +4,24%
RWE ST 20,10 +3,57%
LUFTHANSA 28,79 +2,55%
FRESENIUS... 62,98 -0,82%
MERCK 90,10 -0,49%
Henkel VZ 113,35 -0,30%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 240,29%
Commodity Capital AF 204,91%
Allianz Global Inv AF 122,47%
Apus Capital Reval AF 104,01%
Polar Capital Fund AF 102,99%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.