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EU und Kanada öffnen Märkte: Milliarden für mehr Wachstum

Brüssel/Luxemburg EU und Kanada öffnen Märkte: Milliarden für mehr Wachstum

Die Europäische Union und Kanada haben am Freitag ein Wirtschafts- und Handelsabkommen vereinbart.

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Die EU und Kanada vereinbaren de facto eine Freihandelszone. Foto: Olivier Hoslet

Brüssel. Die Europäische Union und Kanada haben am Freitag ein Wirtschafts- und Handelsabkommen vereinbart. Die fast vollständige Öffnung der jeweiligen Märkte in praktisch allen Bereichen soll auf beiden Seiten des Atlantiks mehr Wachstum schaffen.

„Dieses Abkommen ist ein Wendepunkt in den Beziehungen zwischen der EU und Kanada“, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Brüssel. Er sprach von einer neuen Ära.

„Dies ist der größte Deal, den unser Land jemals gemacht hat. Und das ist ein historischer Gewinn für Kanada“, sagte der kanadische Regierungschef Stephen Harper. „Wir haben jetzt freien Zugang zur Hälfte des globalen Marktes.“ Laut EU-Kommission soll der Wegfall von 99 Prozent aller Zölle sowie die Anerkennung von Standards und Normen, die Öffnung des öffentlichen Beschaffungswesens und die Anerkennung von Urheber- und Markenrechten den beiderseitigen Handel um 23 Prozent oder 26 Milliarden Euro jährlich wachsen lassen. Das Bruttopinlandsprodukt der EU werde um 12, das Kanadas um 8 Milliarden Euro zunehmen.

„Wir gehen davon aus, dass dieses Abkommen auch Standards für andere Abkommen setzt“, sagte Barroso unter Hinweis auf die laufenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA. „Das Abkommen liegt im Interesse aller Kanadier“, sagte Harper. Vor allem die heimischen Käseproduzenten müssten wegen größerer und billigerer Einfuhren „vorübergehend mit kleineren Einbußen“ rechnen - diese würden aber von der Regierung kompensiert. „Dies ist nicht nur ein großer Deal, dies ist ein ausgezeichneter Deal.“ Harper und Barroso zeigten sich überzeugt, dass das Abkommen auf beiden Seiten des Atlantiks große Zustimmung finden werde.

Die Handelsminister der EU hatten kurz zuvor in Luxemburg der EU-Kommission zudem ein Mandat für Verhandlungen mit Peking über einen verstärkten Schutz von Investitionen in China gegeben. Damit soll auch mehr Rechtssicherheit für Investoren geschaffen werden. Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) begrüßte die Verhandlungen, obwohl Deutschland bereits ein bilaterales Abkommen mit China hat: Investitionssicherheit werde „dann nochmals die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und China verbessern“. Die EU will auch mit den südostasiatischen Asean-Staaten über Investitionsschutz verhandeln.

„Das ist ein weiterer Beitrag zu einem großen transatlantischen Marktplatz“, sagte Rösler über das Handelsabkommen mit Kanada, das erst in einigen Monaten offiziell unterschrieben und nicht vor 2015 in Kraft treten wird. Die EU ist Kanadas zweitwichtigster Handelspartner nach den USA. Der Handel in Gütern belief sich 2012 auf rund 62 Milliarden Euro. Hinzu kommen Dienstleistungen von 26 Milliarden Euro.

Zahlen zum Abkommen

Mitteilung kanadische Regierung

EU und Kanada

Gemeinsame Erklärung

Barroso zum Abkommen

Mitteilung EU-Kommission

dpa

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