Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
EZB-Direktor Mersch: Haben Pulver noch nicht verschossen

Frankfurt/Berlin EZB-Direktor Mersch: Haben Pulver noch nicht verschossen

Die Europäische Zentralbank (EZB) kann sich nach Einschätzung von Direktor Yves Mersch weitere Schritte im Kampf gegen die niedrige Inflation vorstellen.

Voriger Artikel
Handel erwartet starken Schlussspurt zum Jahresende
Nächster Artikel
Sorten- und Devisenkurse am 28.12.2015

„Wir können jederzeit nachlegen, sollte dies notwendig sein. Wir haben noch Munition und Feuerkraft“, sagt Mersch.

Quelle: Arne Dedert/archiv

Frankfurt. Die Europäische Zentralbank (EZB) kann sich nach Einschätzung von Direktor Yves Mersch weitere Schritte im Kampf gegen die niedrige Inflation vorstellen.

„Wir haben keineswegs unser ganzes Pulver verschossen“, sagte Mersch dem Magazin „International Bankers Forum“. „Wir können jederzeit nachlegen, sollte dies notwendig sein. Wir haben noch Munition und Feuerkraft.“

Die Notenbank kauft zur Stützung der Konjunktur derzeit monatlich Anleihen im Wert von 60 Milliarden Euro. Sie hatte Anfang Dezember beschlossen, das Programm um ein halbes Jahr bis mindestens März 2017 auszuweiten - laut Mersch womöglich noch länger: „Das Programm läuft, solange es notwendig ist, um unser Ziel nachhaltig zu erreichen.“

Auch eine weitere Verschärfung des Strafzinses, den Banken zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken, schloss er nicht aus. Die Finanzinstitute müssen inzwischen 0,3 Prozent Zinsen zahlen. Das soll die Kreditvergabe ankurbeln. „Theoretisch müssen die jetzt erreichten minus 0,3 Prozent nicht die Untergrenze sein“, sagte Mersch.

Unterdessen appellierte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner an EZB-Chef Mario Draghi, mit einer Zinserhöhung die Strategie des billigen Geldes auch in der Eurozone zu beenden. „Das ist eine historische Entscheidung, die die (US-Notenbank) Fed getroffen hat“, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die jüngste Zinsanhebung in den Vereinigten Staaten seit vielen Jahren. „Und wir kommen jetzt in die Lage, dass sich Zinspolitik in Europa und den USA voneinander abkoppeln. Die EZB kann nicht auf Dauer den Regierungen in Europa Zeit erkaufen, die diese nicht für Reformen nutzen.“

Die jahrelange lockere Geldpolitik gilt als problematisch, weil im Fall einer überraschend hereinbrechenden Krise klassische Gegenmittel wie Zinssenkungen nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit der ersten Zinserhöhung seit der Finanzkrise hatte die Fed am 16. Dezember die Abkehr vom billigen Geld eingeläutet. Ökonomen halten ein rasches Nachziehen der EZB aber für unwahrscheinlich. So ist die volkswirtschaftliche Lage mit derjenigen der USA derzeit nur schwer vergleichbar, die Notenbanken fahren daher verschiedene Kurse.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Polar Capital Fund AF 106,75%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.