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Wirtschaft im Rest der Welt Easyjet gibt Standort Hamburg wieder auf
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Easyjet gibt Standort Hamburg wieder auf
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18:32 06.06.2017
Die Billig-Fluglinie Easyjet zieht sich im kommenden Jahr vom Hamburger Flughafen weitgehend zurück. Quelle: Maja Hitij
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Hamburg

Der Billigflieger Easyjet zieht sich im kommenden Jahr vom Hamburger Flughafen weitgehend zurück. Die bislang stationierten Jets würden abgezogen und rund 130 Arbeitsplätze in Hamburg gehen verloren, teilte die Fluglinie in der Hansestadt mit.

Aktuell gebe es keine Änderungen im Flugplan, doch im kommenden Jahr würden die Kapazitäten um rund 70 Prozent verringert. Gegenwärtig fliegen jährlich rund 1,5 Millionen Passagiere mit Easyjet von und nach Hamburg. Im nächsten Jahr soll es dann noch eine halbe Million sein.

Hintergrund für die Entscheidung seien Überkapazitäten auf verschiedenen Strecken am Hamburger Airport, sagte eine Sprecherin. Easyjet bedient ab Hamburg gegenwärtig bis zu 120 Flüge pro Woche zu 30 Zielen. Das Unternehmen hat drei Jets dauerhaft in der Hansestadt stationiert, im Sommer teilweise auch vier. Den Mitarbeitern sollen Arbeitsplätze an anderen Easyjet-Standorten angeboten werden.

Easyjet fliegt den Hamburger Flughafen seit 2005 an und hat sein Angebot mit der Eröffnung einer eigenen Basis erst 2014 kräftig ausgeweitet. „Wir wollten Nummer eins oder zwei sein, waren aber nur Nummer vier“, sagte die Sprecherin. Es gebe ein Überangebot an Fluglinien, die zum Teil die gleichen Strecken bedienen. „Easyjet wird in Hamburg weiterhin eine wichtige Rolle spielen und auch zukünftig seine Geschäfts- und Freizeitreisenden befördern“, hieß es in der Mitteilung.

Der Hamburger Flughafen hat bei den Passagierzahlen vor allem dank der Billigflieger in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Nicht nur Easyjet, auch Ryanair und Germanwings und kleinere Anbieter wie Norwegian nutzten den Airport für ihre Expansion in Norddeutschland. Welche Flüge Easyjet im kommenden Jahr streichen wird, ist noch nicht bekannt.

dpa

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