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Eier: Wird die Kennzeichnung ausgeweitet?

Berlin Eier: Wird die Kennzeichnung ausgeweitet?

Die Verbraucherzentralen fordern eine Ausdehnung der Eier-Kennzeichnung nach Haltungsform der Hennen auf verarbeitete Lebensmittel und Speisekarten in der Gastronomie. Davon betroffen wären auch vorgefärbte Ostereier, die in Supermärkten angeboten werden.

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Für vorgefärbte Eier gibt es bislang keine Kennzeichnungspflicht. Verbraucherschützer wollen das ändern.

Quelle: STEFAN PUCHNER/DPA

Berlin.  „Wir haben in Deutschland seit 2004 eine gute Kennzeichnung für frei verkäufliche Eier, also das Frühstücksei, das wir auch gern an Ostern färben“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. Diese Informationen sollen Verbraucher künftig auch bei verarbeiteten Eiern in Nudeln oder Mayonnaise bekommen.

„Das gilt übrigens auch für das Rührei beim Restaurantbesuch oder Hotelbesuch in den Urlauben, weil wir auch da die Kennzeichnung bisher nicht haben“, sagte Müller. Auf Speisekarten gebe es schon heute viele andere Kennzeichnungen etwa zu Allergenen. „Es ist überhaupt kein Problem, daneben genau die Eierkennzeichnung zu schreiben, an die wir uns alle schon gewöhnt haben.“

Auf Produktpackungen und Speisekarten angewandt werden sollte die gleiche einfache Regelung wie bei rohen Eiern - nämlich 0 für bio, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Dann hätten Verbraucher die Möglichkeit, „auch hier mit dem Warenkorb abzustimmen“, sagte Müller. Umfragen zeigten, dass sehr vielen Menschen das Thema Tierschutz ausgesprochen wichtig sei. Günther Scheper, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei, schloss sich gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ der Forderung an.

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) ist hingegen zurückhaltend. Eine Kennzeichnung verarbeiteter Eier sei komplizierter, da sich die Produktion schwer rückverfolgen lasse, sagte er den Zeitungen der „Funke“-Mediengruppe. Für eine gesetzliche Regelung auf EU-Ebene sehe er derzeit keine Mehrheiten. Schmidt empfahl den Unternehmen aber eine Ausweitung der Kennzeichnung, indem sie auch bei gekochten und gefärbten Eiern die Haltungsart angeben.

Auch der Organisation Foodwatch geht die bisherige Kennzeichnung nicht weit genug – aber aus anderen Gründen: Kunden erhielten keinerlei Information über den Gesundheitszustand der Tiere. In allen Haltungsformen gebe es hervorragende Betriebe, aber ebenso Unternehmen mit sehr schlechter Tiergesundheit, so Foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte Minister Schmidt auf, sich für die bestmögliche Haltungsform als Standard für alle Nutztiere in Europa einzusetzen.

Rund ums Osterei

Warum gibt es so wenige Freilandeier?

Weit schwerer als in den Vorjahren finden Verbraucher Eier aus Freilandhaltung in den Läden. Die nach der Bio-Ware zweitteuerste Eier-Kategorie ist wegen der Vogelgrippe knapp geworden. Zwar ist die Stallpflicht meist wieder aufgehoben, doch wegen der starken Nachfrage vor Ostern gibt es in den Regalen Lücken.

Warum sind Eier braun oder weiß?

Was für Eier Hühner legen, ist genetisch bedingt. Die Farbstoffe stammen aus speziellen Drüsen des Huhns, die für die Schalenbildung verantwortlich sind. Zwischen Gefieder- und Eierfarbe gibt es übrigens keinen Zusammenhang. Um vom Aussehen der Hühner auf die Schalenfarbe schließen zu können, muss man schon etwas genauer hinschauen. Und zwar auf die Hautlappen unter dem Ohr, die Ohrscheiben. Sind diese bei reinrassigen Hühnern weiß, so sind dies meist auch ihre Eier.

Sind braune Eier gesünder?

In der Zusammensetzung der Nährstoffe unterscheiden sich die Varianten nicht. Allerdings sind viele Bio-Eier braun. Das hängt aber vor allem mit der Gewohnheit der Verbraucher zusammen: Sie verbinden weiße Schalen immer noch zumeist mit Käfighaltung. In Skandinavien bevorzugen die Käufer hingegen weiße Eier.

Wie viele Eier dürfen Kinder essen?

Zwischen einem und drei Jahren sind ein bis zwei Eier pro Woche die Grenze, bei Vier- bis Sechsjährigen zwei Eier. Bei diesen Angaben sind verarbeitete Eier in Nudeln oder Gebäck aber schon einkalkuliert. „Wenn Kinder an Ostern mehr essen, hat das aber nicht gleich gesundheitliche Auswirkungen“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Nadia Röwe vom Netzwerk Junge Familie.

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