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Ende einer Ära: Richard Oetker scheidet als Manager aus

Familienfremder Manager kommt Ende einer Ära: Richard Oetker scheidet als Manager aus

Er stand sechs Jahre an der Spitze der Oetker-Gruppe. Ende Oktober gibt Richard Oetker auch seinen Posten in der Lebensmittelsparte ab. Aus dem operativen Geschäft zieht sich der Manager damit endgültig zurück.

Bereits Ende 2016 hatte Richard Oetker die Führung der gesamten Oetker-Gruppe mit über 33 000 Mitarbeitern abgegeben.

Quelle: Caroline Seidel

Bielefeld. Ende Oktober gibt Richard Oetker die Führung der Lebensmittelsparte bei Dr. Oetker ab. Damit scheidet der 66-Jährige wie angekündigt aus dem operativen Geschäft aus, wie das Familienunternehmen in Bielefeld mitteilte.

Bereits Ende 2016 hatte Richard Oetker die Führung der gesamten Oetker-Gruppe mit über 33 000 Mitarbeitern abgegeben. Dazu gehören neben der Lebensmittelsparte auch die Reederei-Tochter Hamburg-Süd, die Radeberger-Gruppe, eine Hotelkette und ein Bankhaus. Sollten die Kartellbehörden zustimmen, wird bis Ende 2017 der Verkauf der Reederei Hamburg-Süd an den dänischen Konkurrenten Maersk für 3,7 Milliarden Euro vollzogen.

Nachfolger von Richard Oetker, der im Dezember 1976 Opfer einer Entführung wurde, die in die deutsche Kriminalgeschichte einging, wird Albert Christmann (54). Der familienfremde Manager, der damit auch an die Spitze der Lebensmittelsparte rückt, führt bereits seit Anfang 2017 die gesamte Oetker-Gruppe.

Dem Ausscheiden von Richard Oetker ging ein jahrelanger Streit in der Familie um die Nachfolge und die Ausrichtung der Oetker-Gruppe voraus. Rudolf-August Oetker, der Enkel des Firmengründers, hinterließ bei seinem Tod 2007 acht Erben aus drei Ehen. Seine Kinder wurden von 1940 bis 1979 geboren. Zwischen den Halbgeschwistern liegen also bis zu fast 40 Jahre Lebenserfahrung - und zum Teil große Unterschiede in Personal- und Strategiefragen.

Nachdem Erbe August Oetker sich 2010 aus dem operativen Geschäft zurückzog und als Gesellschafter an die Spitze des Beirates, einer Art Aufsichtsrat, wechselte, gab es immer wieder Streit. So platzte die Fusion von Hamburg Süd mit der größten deutschen Reederei Hapag-Lloyd. Auch um die Nachfolge von Richard Oetker, der August abgelöst hatte, gab es Auseinandersetzungen.

Ende 2016 gaben die Gesellschafter von Oetker - einer der bekanntesten Markenanbieter für Pudding, Backpulver und Pizza - sowohl eine Personal- als auch Strategie-Entscheidung bekannt: Mit dem Erlös aus dem Verkauf der schwächelnden Reederei Hamburg Süd sollte die Lebensmittelparte gestärkt werden. Und mit Albert Christmann (54), der zuvor die Brauereisparte geleitet hatte und dann Finanzchef der gesamten Gruppe war, sollte erstmals ein familienfremder Manager Oetker führen.

dpa

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