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Wirtschaft im Rest der Welt Fahrgastrekorde bei Bussen und Bahnen
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12:32 10.04.2017
Fahrgastrekord: Bestwerte gab es 2016 sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr. Quelle: Boris Roessler
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Wiesbaden

Pendler und Reisende in Deutschland haben Bus und Bahn im vergangenen Jahr so häufig genutzt wie nie zuvor. Fast 11,4 Milliarden Mal fuhren sie mit diesen öffentlichen Verkehrsmitteln - ein Rekordwert und ein Anstieg um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Durchschnittlich beförderten Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen, Stadtbahnen sowie die Eisenbahn pro Tag 31 Millionen Fahrgäste im Linienverkehr. Bestwerte gab es sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr.

Die stärkere Nutzung führte die Wiesbadener Behörde auch auf die gestiegene Zahl von Erwerbstätigen, Schülern und Studenten zurück. Nach Angaben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hatte die Zahl der Pendler zuletzt einen Rekordwert erreicht. Danach pendelten 2015 bundesweit 60 Prozent aller Arbeitnehmer zum Job in eine andere Gemeinde - im Jahr 2000 waren es erst 53 Prozent.

Im Nahverkehr beförderten die Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 11,2 Milliarden Menschen (plus 1,4 Prozent). Am meisten genutzt wurden Omnibusse. Die stärksten Zuwächse gab es hingegen bei Straßen-, Stadt- und U-Bahnen sowie bei Eisenbahnen und S-Bahnen (jeweils plus 2,2 Prozent).

Seit dem Jahr 2004 sei die Zahl der Fahrgäste im Nahverkehr kontinuierlich gestiegen, erklärte die Behörde. Besonders starke Zuwächse verzeichneten in diesem Zeitraum der Eisenbahnnahverkehr (plus 34,6 Prozent) und Straßenbahnen (plus 18,1 Prozent).

Im Fernverkehr auf der Schiene gab es im vergangenen Jahr ein Plus von 5,3 Prozent auf 138 Millionen Reisende. Den kräftigen Anstieg führten die Statistiker auch auf Streckenerweiterungen und Sonderticketaktionen zurück.

Der Fernbus-Boom schwächte sich dagegen ab. Die Zahl der Fahrgäste stieg vergleichsweise moderat um 4,3 Prozent auf 24 Millionen. Die Branche hatte damit gerechnet, dass sich das Wachstum nach den hohen Anfangsraten verlangsamen würde.

dpa

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