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Fitch: USA behalten vorerst Topbonität

New York/London Fitch: USA behalten vorerst Topbonität

Die USA behalten vorerst ihre Topbonität. Die Ratingagentur Fitch bestätigte am Wochenende ihre erstklassige Einstufung „AAA“ für die Kreditwürdigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt.

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Fitch verwies insbesondere auf den Status des US-Dollar als globale Reservewährung. Zum Jahresende soll es erneut eine Prüfung der Bonität geben. Foto: Justin Lane

New York. Allerdings droht weiter die Abstufung, denn die Experten beließen den Ausblick für die nächsten 12 bis 18 Monate bei „negativ“. Die Aussichten auf zusätzliche Maßnahmen zur Verringerung der Schulden seien ungewiss.

Die wirtschaftlichen und finanziellen Fundamentaldaten der USA seien aber stark, hieß es in einer Mitteilung. Fitch verwies insbesondere auf den Status des US-Dollar als globale Reservewährung. Zum Jahresende soll es erneut eine Prüfung der Bonität geben.

Die USA werden derzeit nur noch von zwei der drei großen Ratingagenturen mit der Höchstnote bewertet. Allerdings ist auch bei Moody's der Ausblick negativ, so dass eine Abstufung drohen könnte.

Die dritte führende Agentur Standard & Poor's (S&P) hatte den USA bereits im Sommer 2011 die Topnote „AAA“ entzogen. Auch bei S&P ist der Ratingausblick negativ.

Die USA stehen wie nahezu allen großen Industrieländer vor großen fiskalischen Herausforderungen. Die Staatsverschuldung beträgt mittlerweile mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung (BIP), das Haushaltsdefizit liegt bei etwa zehn Prozent des BIP. 

Seit Monaten tobt ein Haushaltsstreit zwischen den politischen Lagern in Washington, der schlimmstenfalls zur Zahlungsunfähigkeit des Staates führen könnte - wenn nämlich die selbst gesetzte Schuldengrenze erreicht wird.

Zuletzt hatte sich die US-Regierung finanziell Luft verschafft, weil für Juni ein Scheck von fast 60 Milliarden Dollar des staatlich kontrollierten Baufinanzierers Fannie Mae sowie eine 7-Milliarden-Dollar-Zahlung der Immobilienschwester Freddie Mac anstand.

Beiden Baufinanzierern geht es nach der schweren Immobilienkrise wieder besser. Allerdings wird die Atempause für die US-Regierung nach Einschätzung von Experten nur bis September oder spätestens Oktober reichen.

dpa

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