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Wirtschaft im Rest der Welt Flugsicherung: Mehr Luftverkehr wegen Billigfliegern
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07:06 07.09.2016
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Langen

Der Luftverkehr in Deutschland wird in den kommenden Jahren vor allem wegen der Billigflieger wachsen. Fluggesellschaften wie Ryanair, Easyjet oder Wizz drängten auf Flughäfen in den Ballungszentren.

Dies sagte der Chef der Deutschen Flugsicherung (DFS), Klaus-Dieter Scheurle, in Langen bei Frankfurt. Mit zusätzlichen Angeboten wachsen die Billiganbieter schneller als Lufthansa oder die kriselnde Air Berlin. Die höchsten Wachstumsraten auf dem deutschen Markt traut die DFS aber den staatlichen Airlines aus der Türkei und dem Nahen Osten zu.

Die Entwicklungen übertragen sich auch auf die deutschen Flughäfen: Die Bedeutung der großen Drehkreuze stagniert nach Ansicht der DFS. Zwar seien mit München und Düsseldorf zwei große Flughäfen gewachsen, das größte Drehkreuz Frankfurt allerdings nicht. Wegen der Zunahme der Billigflüge gebe es deutliche Zuwächse bei Flughäfen in Ballungszentren. Dazu gehören beispielsweise Berlin, Stuttgart, Bremen, Nürnberg oder Köln-Bonn. Weniger Starts und Landungen seien hingegen an Regionalflughäfen zu erwarten. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel Hahn, Kassel-Calden oder Paderborn.

Für das laufende Jahr erwartet die DFS im deutschen Luftraum rund 3,097 Millionen lotsenkontrollierte Flugbewegungen und damit eine Steigerung um 2,3 Prozent zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr waren sogar 2,8 Prozent mehr Starts, Landungen und Überflüge registriert worden, allerdings mit dem durch das Schaltjahr bedingten Sondereffekt eines zusätzlichen Verkehrstags am 29. Februar. Deutschland blieb damit allerdings deutlich unter dem Verkehrswachstum in Spanien, Großbritannien oder den Niederlanden.

Die aktuellen Steigerungsraten werden sich künftig nicht halten lassen, erklärte die DFS in ihrer Prognose bis 2022. Deutlich wahrscheinlicher seien Steigerungsquoten von durchschnittlich 1,0 Prozent, was am Ende des Zeitraums zu 3,3 Millionen Flugbewegungen führen würde. Der Anteil der Inlandsflüge von gegenwärtig rund 10 Prozent werde dabei eher zurückgehen, während es in der Tendenz mehr Überflüge geben werde.

dpa

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