Volltextsuche über das Angebot:

-1 ° / -4 ° stark bewölkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Foodwatch kritisiert Werbung für Lebensmittel mit Vitaminen

Berlin Foodwatch kritisiert Werbung für Lebensmittel mit Vitaminen

Auf dem Etikett locken Säfte und Bonbons mit Abbildungen von Früchten und dem Versprechen gesunder Vitamine. So ausgewogen wie angepriesen seien viele Lebensmittel aber nicht, monieren Verbraucherschützer.

Berlin. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert irreführende Werbung mit Vitaminen bei vielen Lebensmitteln.

Für winzige Cent-Beträge würden hunderten Produkten künstlich Vitamine zugesetzt, um ihnen einen gesunden Anstrich zu verpassen, erklärte Foodwatch-Expertin Michaela Kruse. Obwohl auf den Verpackungen mit Vitaminen geworben werde, seien in einer eigenen Untersuchung 190 von 214 Produkten zu süß, zu salzig oder zu fettig gewesen.

Dies sei etwa bei Fruchtgummis, Energydrinks oder Milchgetränken der Fall gewesen. Maßstab waren den Angaben zufolge Kriterien für eine ausgewogene Ernährung, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang 2015 vorgestellt hatte. Foodwatch fordert eine gesetzliche Regelung, dass nur noch Produkte mit Gesundheitsaussagen beworben werden dürfen, die diesen Vorgaben wirklich entsprechen. Dabei gehe es etwa um Anteile von Fett, Zucker und Salz sowie den Energiegehalt.

Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) wies den Vorwurf der Irreführung zurück. Verbraucher könnten die genaue Zusammensetzung eines Produkts stets in der Zutatenliste nachlesen, die auf der Verpackung aufgedruckt sei, teilte BLL-Chef Christoph Minhoff mit. Hersteller könnten deshalb gar nicht mit zugesetzten Vitaminen über den eigentlichen Inhalt hinwegtäuschen.

Lebensmittel mit versprochenem Extra-Nutzen für die Gesundheit stehen bei Verbraucherschützern schon seit längerem in der Kritik. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) monierte 2015 nach einer Stichprobe, teils würden gesundheitsbezogene Aussagen über die EU-weit erlaubten Formulierungen hinaus verstärkt.

Hinweise wie „ungesüßt“ würden dabei oft missverstanden. Produkte mit viel Zucker und Fett sollten nicht mit Gesundheitsbezug beworben werden dürfen. Seit 2012 gilt in der EU eine Liste mit erlaubten gesundheitsbezogenen Aussagen („Health Claims“), die zugelassen und wissenschaftlich fundiert sein müssen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 11.542,50 -0,75%
TecDAX 1.830,00 -0,32%
EUR/USD 1,0733 +0,28%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

VOLKSWAGEN VZ 152,38 +3,45%
LUFTHANSA 12,17 +0,56%
Henkel VZ 112,92 +0,23%
MERCK 100,96 -1,31%
MÜNCH. RÜCK 173,93 -1,22%
INFINEON 16,26 -1,22%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 148,53%
Crocodile Capital MF 128,01%
Fidelity Funds Glo AF 95,18%
Morgan Stanley Inv AF 94,45%
First State Invest AF 91,34%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.