Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Forscher: Computer bedrohen vor allem Jobs in der Industrie
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Forscher: Computer bedrohen vor allem Jobs in der Industrie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:27 15.12.2015
Autoproduktion: Viele Hersteller setzen seit Jahren Roboter wie diese Schweissgeräte bei Porsche ein. Quelle: Jan Woitas/symbolbild
Anzeige
Nürnberg

Die zunehmende Digitalisierung wird nach einer Prognose von Arbeitsmarktforschern vor allem Berufe in der Industrieproduktion treffen.

In diesem Bereich dürften mit der Computertechnologie und der zunehmenden Automatisierung bestimmte Berufe ganz verschwinden, prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Montag in Nürnberhg veröffentlichten Studie. Soziale Dienstleistungen seien dagegen kaum durch Hightech ersetzbar.

Insgesamt seien von der wachsenden Digitalisierung nur 0,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betroffen, machen die Forscher deutlich. „Kaum ein Beruf ist derzeit vollständig von Computern ersetzbar“, bilanziert die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Viele Beschäftigten müssten sich aber darauf einstellen, dass zumindest ein Teil ihrer heutigen Arbeit von Computern übernommen wird.

Bei 15 Prozent der fest angestellten Beschäftigten bestehe etwa das Risiko, „dass innerhalb ihres Berufs mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten durch Computer oder computergesteuerte Maschinen übernommen werden könnten“, schreiben die Autoren der Studie. Bei 45 Prozent der Beschäftigten könnten in Zukunft zwischen 30 und 70 Prozent ihrer Aufgaben von Computern erledigt werden.

Der Studie zufolge sinkt das Risiko, vom Computer ganz oder teilweise ersetzt zu werden, mit dem Bildungsgrad. So könnten 45 Prozent der Tätigkeiten von Hilfs- und Facharbeitern Computern übernehmen.

Dagegen liegt diese Quote bei Beschäftigten mit einem Hochschulstudium bei weniger als 20 Prozent. Allerdings würden mit der wachsenden Digitalisierung auch neue Tätigkeiten entstehen - möglicherweise mehr als dadurch verloren gehen, geben die Forscher zu bedenken.


IAB-Kurzbericht
IAB-Pressemitteilung

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Ökonomen des IfW in Kiel bleiben zuversichtlich: Der Konjunkturmotor in Deutschland läuft, die Exporte ziehen wieder an. Am Arbeitsmarkt sind Veränderungen durch die Integration von Flüchtlingen zu erwarten - aber erst nach und nach.

15.12.2015

Vier Tage war Chinas Star-Investor Guo Guangchang verschwunden. Am Montag tauchte er wieder auf. Guangchang, heißt es von seinem Unternehmen Fosun, habe der Polizei bei Ermittlungen geholfen.

15.12.2015

Die Ölpreise haben ihren Sinkflug fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel am Montag auf 36,78 US-Dollar.

Das waren 1,11 Dollar weniger als am Vortag.

15.12.2015
Anzeige