Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Frankreichs Regierung befürchtet höheres Defizit
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Frankreichs Regierung befürchtet höheres Defizit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:32 13.06.2017
Frisch gedruckte Banknoten: Frankreich ist mit Staatsdefiziten von über drei Prozent der Wirtschaftsleistung seit langem ein Brüsseler Defizitsünder. Quelle: Deutsche Bundesbank
Anzeige
Paris

Frankreichs neue Regierung befürchtet für das laufende Jahr ein ausuferndes Staatsdefizit. Das Risiko sei „äußerst hoch“, dass die von der Vorgängerregierung veranschlagten 2,8 Prozent überschritten würden.

Das sagte der konservative Regierungschef Edouard Philippe dem Radio-Nachrichtensender Franceinfo. „Bevor ich Premierminister wurde, hatte ich Zweifel. Jetzt bin ich Premierminister, (und) ich habe noch ernstere Zweifel.“ Der Rechnungshof werde am 1. Juli darüber berichten, ob die Budgetpolitik auf dem richtigen Kurs sei. Philippe amtiert seit Mitte Mai.

Frankreich ist mit Staatsdefiziten von über drei Prozent der Wirtschaftsleistung seit langem ein Brüsseler Defizitsünder. Von milliardenschweren EU-Strafen wurde das Land aber bisher verschont. Paris hatte sich gegenüber den EU-Partnern verpflichtet, im laufenden Jahr wieder die Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent einzuhalten. Frankreich erhielt von den EU-Behörden bereits zwei Mal Aufschub.

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici sagte der Funke-Mediengruppe, das französische Haushaltsdefizit dürfe die Marke von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht mehr überschreiten. „Ich dränge den Präsidenten (Emmanuel Macron) dazu, die Vorgaben des Wachstums- und Stabilitätspakts in diesem Jahr wieder einzuhalten“, sagte Moscovici, der ein französischer Sozialist ist. Brüssel erwartet nach früheren Angaben im laufenden Jahr ein Defizit von 3,0 Prozent und für das kommende Jahr von 3,2 Prozent.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Air Berlin kämpft uns Überleben. Die Eigentümer der Fluglinie kommen in dieser schwierigen Lage zur Hauptversammlung zusammen. Sie hoffen auf neue Erkenntnisse, wie es bei dem Unternehmen weitergeht.

13.06.2017

Das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 1,6 Prozent angehoben.

13.06.2017

Daimler und BMW investieren viel Geld in ihre Carsharing-Töchter. Denn die Autobauer müssen lernen, wie der Kunde tickt - sonst drohen sie eines Tages zum Zulieferer von Fahrdienst-Plattformen wie Uber degradiert zu werden.

13.06.2017
Anzeige