Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -5 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Freihandelspakt TPP unter lautem Protest unterzeichnet

Handel Freihandelspakt TPP unter lautem Protest unterzeichnet

Regierungen sehen neue Märkte und Geschäfte, Globalisierungsgegner fürchten um Arbeitsplätze und Umweltschutz: Der weltgrößte Freihandelspakt ist unterzeichnet, hat aber noch Hürden zu nehmen.

Voriger Artikel
Bergung der Pottwale aus Wattenmeer fortgesetzt
Nächster Artikel
Gewerkschaften legen Griechenland mit Generalstreik lahm

Laut Neuseelands Premierminister John Key ist das neue Handelsabkommen eindeutig im Interesse der Bürger des Landes.

Quelle: Peter Meecham

Auckland (dpa) – Unter lautstarkem Protest von Globalisierungsgegnern haben Minister aus zwölf Ländern in Neuseeland das größte Freihandelsabkommen der Welt unterzeichnet.

Die Transpazifische Partnerschaft (TPP) mit den USA und Japan umfasst 800 Millionen Einwohner und fast 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. „TPP liberalisiert den Handel. Das ist eindeutig im Interesse unserer Länder und Bürger“, sagte Premierminister John Key.

Rund 5000 Demonstranten zogen mit Trillerpfeifen und Trommeln durch die größten Stadt Auckland und blockierten zahlreiche Straßen rund um das Konferenzzentrum. Der Verkehr kam zum Stillstand. Überall kam es zu spontanen „Hakas“ - traditionellen Begrüßungstänzen der Maori-Ureinwohner, die Besucher einschüchtern sollen. Kritiker fürchten, dass vor allem multinationale Konzerne von dem Abkommen profitieren und Arbeiter auf der Strecke bleiben.

Die zwölf Länder rund um den Pazifik müssen den Pakt noch ratifizieren. Das kann zwei Jahre dauern. US-Präsident Barack Obama wollte die Ratifizierung vor der Sommerpause durch den Kongress bringen, aber der Zeitplan ist nicht garantiert. Neben den USA und Japan gehören zu TPP Australien, Brunei, Chile, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru Singapur und Vietnam. Das Abkommen enthält Vorschriften zu Arbeiter- und Umweltschutz, Patentrechten, staatlichen Subventionen und öffentlichen Ausschreibungen.

In der Freihandelszone sollen unter anderem 18 000 Zölle und weitere Handelsbarrieren abgeschafft werden, mit Übergangsfristen bis zu 16 Jahren, in Einzelfällen sogar 30 Jahren. Nach einer Studie der amerikanischen Tufts-Universität gehen durch TPP mehr als 700 000 Arbeitsplätze verloren. Gesundheitsexperten prangern an, dass Medikamente teurer würden, weil Pharmafirmen beispielsweise ihren Patentschutz verlängern können, wenn sie die Wirksamkeit entwickelter Medikamente für neue Krankheiten nachweisen können.


Media release
New Zealand PM media release

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 11.568,00 -0,53%
TecDAX 1.849,75 +0,50%
EUR/USD 1,0606 -0,15%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

RWE ST 12,69 +2,23%
E.ON 7,23 +1,44%
FRESENIUS... 74,16 +1,43%
LUFTHANSA 11,29 -2,10%
DT. BANK 17,61 -2,08%
VOLKSWAGEN VZ 146,58 -1,79%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 153,10%
Crocodile Capital MF 129,90%
Stabilitas GOLD+RE AF 116,34%
Fidelity Funds Glo AF 101,26%
Morgan Stanley Inv AF 94,41%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.