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Friede Springer: Es gibt keinen Machtkampf um mein Erbe

Berlin Friede Springer: Es gibt keinen Machtkampf um mein Erbe

Mehrheitsaktionärin Friede Springer will ihren Einfluss in Deutschlands zweitgrößtem Medienhaus sichern. Gerüchte um ein Zerwürfnis mit Vorstandschef Mathias Döpfner weist sie zurück. Es gebe vielmehr gemeinsame Pläne.

Berlin. Die Mehrheitsaktionärin der Berliner Axel Springer SE, Friede Springer, hat Gerüchte über einen Machtkampf in ihrem Medienhaus („Bild“, „WeltN24“) energisch zurückgewiesen.

Entsprechende Medienberichte seien „Unsinn“, sagte Springer in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Ich weiß natürlich sehr wohl, dass ich Vorsorge treffen muss für den Zeitpunkt, ab dem ich nicht mehr selbst entscheiden kann“, erklärte die 73 Jahre alte Medienunternehmerin.

Aber über die Frage, wie das geschehen solle, habe es keinen „Streit oder auch nur Meinungsunterschiede“ zwischen ihr und ihrer Rechtsanwältin Karin Arnold auf der einen und dem Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner auf der anderen Seite gegeben. Im Gegenteil sei sie froh, dass Döpfner vom Springer-Aufsichtsrat, dessen stellvertretende Vorsitzende Friede Springer ist, „gerade wieder einen Fünfjahresvertrag“ als Vorstandschef erhalten habe. Döpfner, dem sie einst ein Aktienpaket im Wert von rund 73 Millionen Euro schenkte, habe die „richtigen Weichen“ bei Digitalisierung und Internationalisierung für Springer gestellt.

Friede Springer, die sich für gewöhnlich nur selten öffentlich äußert, erläuterte in dem dpa-Interview auch ihre Pläne für das Verlagshaus, das sich in den vergangenen Jahren vor allem in digitalen Geschäftsfeldern engagiert hat. Friede Springer wörtlich: „Für mich stand schon immer fest, dass ich zwei voneinander getrennte Welten möchte. Auf der einen Seite die Stiftungen, die wohltätige und medizinische Zwecke verfolgen und auf der anderen Seite eine Gesellschaft, die sich um das Unternehmen Axel Springer kümmert.“ Beides sei bereits heute voneinander getrennt und solle auch so bleiben.

An der Spitze des Medienhauses solle auf jeden Falle im Sinne ihres verstorbenen Mannes, des Verlagsgründers Axel Springer, jemand stehen, der „aus dem Verlag kommt, der weiß, wie man ein Unternehmen führt und dessen Herz für Journalismus schlägt“. Für die Entscheidung über die künftige Konstruktion werde sie nicht, wie gelegentlich kolportiert, sehr viel Zeit benötigen. „Zum Entscheiden brauche ich keine zwei Jahre“, sagte die Unternehmerin.

Nachdem der Vorstand des Medienhause Axel Springer SE vor Wochenfrist eine geplante Änderung der Rechtsform in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) verworfen hatte, war über einen Machtkampf zwischen dem Vorstand um Mathias Döpfner und der langjährigen Berliner Rechtsanwältin und Vertrauten Friede Springers, Karin Arnold, spekuliert worden. Medienberichte sprachen gar von einem „Putsch“ Arnolds, die Einfluss bis hin zur Besetzung von Vorstandsposten gewinnen wolle.

Ursprünglich hatte der Medienkonzern die Rechtsform ändern wollen, um den beherrschenden Einfluss von Friede Springer zu sichern. Bei Kapitalerhöhungen sollte der Einfluss der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik, die von der Springer-Witwe kontrolliert wird, als Mehrheitseigentümerin erhalten bleiben.

Allerdings wurde über negative Reaktionen des Kapitalmarktes auf die Pläne und Kritik an der komplexen Struktur einer KGaA berichtet. Das bestätigte Friede Springer jetzt der dpa: „Die anderen Aktionäre wollten es nicht, die Berater waren sich nicht einig. Und ich hatte auch kein gutes Gefühl.“

dpa

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