Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 2 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Gabriel pocht auf Milliarden-Anschub für Elektroautos

Magdeburg/Berlin Gabriel pocht auf Milliarden-Anschub für Elektroautos

5000 Euro Anschubfinanzierung pro Elektroauto - das würde den Staat nach Angaben von Wirtschaftsminister Gabriel zwei Milliarden Euro kosten. Bis 2020 sei das machbar, meint der Vizekanzler. Doch die Startschwierigkeiten für E-Fahrzeuge bleiben vorerst groß.

Voriger Artikel
Sorten- und Devisenkurse am 15.01.2016 um 16:34 Uhr
Nächster Artikel
Optiker erwarten gutes Geschäft

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel

Quelle: Jens Wolf/archiv

Magdeburg. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel pocht gegen den Widerstand aus der Union auf ein milliardenschweres Anreizprogramm für Elektroautos.

Bei einer Prämie von 5000 Euro pro Wagen seien bis zum Jahr 2020 zwei Milliarden Euro notwendig, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Magdeburg beim Wahlkampfauftakt seiner Partei für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 13. März. „Das ist pro Jahr ein Betrag, den man stemmen kann“, meinte Gabriel.

Ein Sprecher von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bekräftigte dagegen am Freitag in Berlin, eine Kaufprämie gehöre nicht zu den Vorschlägen des Verkehrsministeriums zur Förderung der Elektromobilität. Auch das Finanzministerium hatte sich - ebenso wie Haushaltspolitiker der Union - mehrfach skeptisch zu Kaufprämien für Elektroautos geäußert.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, in der Bundesregierung werde nach wie vor über weitere Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität beraten: „Es gibt dazu noch kein einheitliches Meinungsbild in der Bundesregierung.“ Grundlage sei der Koalitionsvertrag von Union und SPD. Darin heißt es: „Bei der Unterstützung des Markthochlaufs der Elektromobilität setzen wir auf nutzerorientierte Anreize statt auf Kaufprämien.“

Gabriel sagte, ohne die Hilfe könne das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen in Deutschland bis 2020 nicht erreicht werden. Die Union müsse dieses Ziel dann aufgeben, wenn sie die Finanzierung ablehne. Ohne Förderung blieben die Autos teuer, und die industrielle Batterieproduktion werde nicht in Deutschland stattfinden.

Unterstützung erhielt Gabriel von den obersten Betriebsräten im VW-Konzern. „Langfristig muss auch Deutschland ein Markt für Elektromobilität werden. Wir sind der Überzeugung, dass es hierzu in dieser Phase Kaufanreize braucht“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Volkswagen, Audi, MAN und Porsche, die der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag.

Viele Experten halten das Eine-Million-Ziel bis 2020 für nicht mehr erreichbar. Nach früheren, offiziell nicht bestätigten Berichten soll eine Staatssekretärs-Runde am Montag in Berlin über Förderinstrumente beraten. Für Februar werde ein Ergebnis erwartet.


Umweltministerium zu Elektromobilität
Forschungsministerium zu Elektromobilität
Wirtschaftsministerium zu Elektromobilität
Elektromobilitätsgesetz
Verkehrsministerium zu Elektromobilität

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 12.075,50 +0,09%
TecDAX 2.002,25 -0,05%
EUR/USD 1,0800 +0,16%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

INFINEON 18,60 +8,78%
RWE ST 15,08 +1,72%
CONTINENTAL 199,05 +1,25%
MERCK 103,71 -2,21%
DT. BANK 15,52 -1,27%
ALLIANZ 168,91 -0,79%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Crocodile Capital MF 140,69%
Structured Solutio AF 132,40%
Fidelity Funds Glo AF 104,10%
First State Invest AF 100,47%
Morgan Stanley Inv AF 100,29%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.