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Generali steigt aus Lebensversicherungsgeschäft aus

Teil eines Umbauplans Generali steigt aus Lebensversicherungsgeschäft aus

Die Null-Zins-Politik der EZB treibt eine weitere Versicherung zur Abwicklung ihres Lebensversicherungs-Geschäfts: Die italienische Generali-Versicherung will ab ...

Wie andere Versicherer leidet die Generali unter der Null-Zins-Politik:

Quelle: Marius Becker

München. Die Null-Zins-Politik der EZB treibt eine weitere Versicherung zur Abwicklung ihres Lebensversicherungs-Geschäfts: Die italienische Generali-Versicherung will ab nächstem Frühjahr keine neuen Lebensversicherungen mehr verkaufen.

Das kündigte das Unternehmen an. Außerdem schließt die Generali auch einen Verkauf der Sparte nicht aus. In diesem Falle würden die Kunden mit ihren Verträgen zu einem anderen Unternehmen wandern - auch ein neuer Eigentümer müsste aber die Policen auszahlen. Die Maßnahme ist Teil eines einschneidenden Umbauplans für das Deutschland-Geschäft.

Wie andere Versicherer leidet die Generali unter der Null-Zins-Politik: Die alten Lebensversicherungsverträge sind mit hohen Garantiezinsen dotiert, die sich wegen der heutigen Niedrigzinsen am Kapitalmarkt nur noch mit großer Mühe oder gar nicht mehr erwirtschaften lassen. Erst am Mittwoch hatte der „Versicherungsmonitor“ gemeldet, dass die Düsseldorfer-Ergo einen Verkauf von sechs Millionen alter Lebensversicherungsverträge prüft.

Dem italienischen Konzern gehören auch mehrere deutsche Versicherer, insgesamt ist das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 13,5 Millionen Kunden Nummer zwei auf dem deutschen Versicherungsmarkt. Die geplante Abwicklung betrifft die Generali Lebensversicherung, die deutschen Marken AachenMünchener und Cosmos Direkt sind nicht inbegriffen. Dafür soll aber der Name „AachenMünchener“ aufgegeben und das Geschäft unter dem Namen der italienischen Mutter fortgeführt werden. Die Cosmos Direktversicherung dagegen soll ihr Angebot ausbauen.

Auf die 2800 Vertreter der Generali in Deutschland kommt ebenfalls ein tiefgreifender Schnitt zu: Sie sollen ausgegliedert und von der Deutschen Vermögensberatung DVAG übernommen werden, an der die Generali zu 40 Prozent beteiligt ist.

dpa

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