Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Gewerkschaften legen Griechenland mit Generalstreik lahm

Athen Gewerkschaften legen Griechenland mit Generalstreik lahm

Die Regierung in Athen steht vor einer gewaltigen Protestwelle: Fast alle Berufsgruppen protestieren gegen weitere Reformen und Kürzungen in Griechenland. Überlebt Tsipras die Wut der Bürger?

Voriger Artikel
Freihandelspakt TPP unter lautem Protest unterzeichnet
Nächster Artikel
Gewerkschaften legen Griechenland mit Generalstreik lahm

Generalstreik gegen eine geplante Rentenreform und Steuererhöhungen: Griechische Gewerkschaften rufen zu einem landesweiten Streik auf.

Quelle: Yannis Kolesidis

Athen. Aus Protest gegen eine geplante Rentenreform und Steuererhöhungen sind in Griechenland nach Schätzungen der Polizei landesweit Hunderttausende auf die Straßen gegangen. Die griechische Medien werteten übereinstimmend: Es sei eine der größte Protestaktion Aktionen seit Jahren.

Fast alle Berufsgruppen beteiligten sich an dem Ausstand. Es sei einfacher zu sagen, „wer nicht streikt als wer streikt“, hieß es im griechischen Rundfunk. Um die Mittagzeit marschierten Zehntausende Demonstranten durch das Zentrum Athens sowie anderer Städte wie Thessaloniki, Patras, Iraklion und Volos.

In vielen Fällen demonstrierten Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie Freischaffende Hand in Hand. Händler gingen zusammen mit ihren Angestellten auf die Straße. Zudem streikten Seeleute, Rechtsanwälte, die Angestellten der Müllabfuhr, Apotheker, Landwirte, Prokuristen mit Ingenieuren. Einige Inlandsflüge zu kleineren Inseln fielen aus, internationale Verbindungen sollen nicht betroffen sein. Keine Fähre lief aus Piräus aus.

Es sei eine „bunte Mischung mit Menschen aus allen Schichten“, sagte Theodoros Ioannides, ein Angestellter einer Pharmaindustrie, zur Deutschen Presse-Agentur. „Hände weg von unseren Renten“, skandierten die Demonstranten. „Der Arbeitsminister soll seine Familie mit 360 Euro im Monat ernähren“, hieß auf einem Transparent.

Regierungschef Alexis Tsipras warnte wiederholt: Ohne Reformen könnten bald keine Renten mehr ausgezahlt werden.

Die Polizei befürchtete Ausschreitungen. Autonome könnten - wie bereits mehrmals in den vergangenen Jahren - versuchen, die Kundgebungen ins Chaos zu stürzen. Die Demonstrationen verliefen zunächst aber friedlich. 

Die Pläne der Regierung von Ministerpräsident Tsipras sehen unter anderem Kürzungen von neuen Renten um durchschnittlich 15 Prozent und erhebliche Einbußen auch bei den Landwirten vor. Die Freischaffenden würden ebenfalls zur Kasse gebeten.

In Athen wird spekuliert, dass das Renten-Reformprogramm nur ganz schwer vom Parlament gebilligt werden könnte. Viele Abgeordnete wurden nämlich bereits von ihren Wählern ausgefordert, der Reform nicjht zuzustimmen. Tsipras Links-Rechts-Regierung hat eine dünne Mehrheit von drei Abgeordneten. Abweichler könnten das Land in eine neue politische Krise stürzen.


Streikankündigung Gewerkschaft der Staatsbediensteten
Streikankündigung Generalgewerkschaft des privaten Sektors

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 11.192,50 +0,12%
TecDAX 1.734,50 +0,09%
EUR/USD 1,0608 -0,05%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 17,92 +3,37%
BAYER 93,10 +2,99%
THYSSENKRUPP 24,07 +2,11%
RWE ST 11,19 -4,51%
E.ON 6,35 -2,02%
MÜNCH. RÜCK 175,60 -1,04%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.