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Gewinnprognose der Munich Re leidet unter US-Hurrikans

Etliche Großschäden Gewinnprognose der Munich Re leidet unter US-Hurrikans

Die Schäden durch Hurrikans und Erdbeben sind in diesem Jahr außergewöhnlich hoch - und das bedeutet für die Versicherungsbranche außergewöhnliche Belastungen.

In den USA hat der Tropensturm „Harvey“ Schäden in Milliardenhöhe angerichtet.

Quelle: Gregory Bull/ap/dpa

München. Die Serie verheerender Hurrikans in den USA und der Karibik hat Folgen für den weltgrößten Rückversicherer Munich Re. Im dritten Quartal erwartet das Münchner Traditionsunternehmen einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro. Das für dieses Jahr angepeilte ursprüngliche Gewinnziel von 2 bis 2,4 Milliaden Euro wird ebenfalls verfehlt werden.

Der Dax-Konzern bezifferte die erwartete Belastung allein durch die drei Wirbelstürme „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ auf 2,7 Milliarden Euro.

Weitere Großschäden wie die Erdbeben in Mexiko schlagen mit einer weiteren halben Milliarde zu Buche, so dass sich die Gesamtbelastung auf 3,2 Milliarden Euro summiert. Finanzvorstand Jörg Schneider betonte, dass die Münchner Rück weiter genügend Geld in der Kasse habe: „Unsere Kapitalbasis bleibt sehr stark.“ Schneider hofft auf einen für die Munich Re positiven Nebeneffekt: eine steigende Nachfrage nach Rückversicherung.

In diesem Jahr erwartet der Konzern nun einen „kleinen Gewinn“, ohne eine Zahl zu nennen. Voraussetzung wäre allerdings, dass das vierte Quartal „erwartungsgemäß“ verläuft - also ohne weitere böse Überraschungen. Die Munich Re hatte bereits Mitte September nach den ersten beiden Hurrikans eine Gewinnwarnung veröffentlicht, anschließend fegte der dritte schwere Wirbelsturm durch die Karibik. 

Nach Schätzungen des Unternehmens könnte 2017 nach 2005 und 2011 das dritte Jahr werden, in dem die versicherten Schäden durch Naturkatastrophen die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten. Abgesehen davon leidet die Münchner Rück seit Jahren unter Gewinnrückgängen, hauptsächlich verursacht durch den Preiskampf im Rückversicherungsgeschäft und die Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Vorstandschef Joachim Wenning und seine Kollegen hoffen, dass nach der diesjährigen Wirbelsturmsaison die Preise in der Rückversicherungsbranche wieder steigen. In den vergangenen Jahren ist diese Hoffnung allerdings regelmäßig enttäuscht worden. Auch andere große Rückversicherer sind hart getroffen: Die Swiss Re und die Hannover Rück haben ihre Gewinnprognosen ebenfalls heruntergesetzt. 

dpa

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