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Wirtschaft im Rest der Welt Griechenland will Einigung mit Gläubigern bis Ende April
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07:14 13.04.2016
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Athen

Das Drama um die griechischen Finanzen geht weiter. Nach zwei Nachtsitzungen wurden die Verhandlungen der Regierung in Athen mit den Gläubigern des pleitebedrohten Landes ohne konkretes Ergebnis unterbrochen und auf Montag vertagt.

„Die Institutionen (Gläubiger) werden am Montag zurückkommen, damit wir zu einer Einigung bis zum 22. April kommen“, sagte Finanzminister Euklid Tsakalotos. Später schloss er auch eine spätere Einigung bis zum Monatsende nicht aus.

Tsakalotos und die Vertreter der Gläubiger werden nun zur Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington reisen. Es solle dabei auch das Thema der Tragbarkeit des griechischen Schuldenbergs erörtert werden, kündigte Tsakalotos am Abend bei einer Pressekonferenz in Athen an. 

Die Gesprächspartner seien sich in vielen Themen einig. Es gebe aber auch noch offene Fragen, sagte Tsakalotos. Differenzen gebe es darüber, welche Maßnahmen zu Einsparungen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro führen könnten. Im Fokus stehen Rentenkürzungen, höhere und indirekte Steuern sowie sogenannte faule Kredite, deren Volumen mittlerweile 100 Milliarden Euro überstiegen haben soll, wie griechische Medien übereinstimmend berichteten. Athen will die entsprechenden Gesetze bis Ende des Monats vom Parlament billigen lassen, teilte Tsakalotos weiter mit.

Der Finanzminister sagte, die Eurogruppe werde wegen anderer dringender Themen am 22. April den Komplex Griechenland vermutlich nur am Rande erörtern. „Um ehrlich zu sein, gehe ich davon aus, dass ... es eine Sondersitzung der Eurogruppe (zu Griechenland) am 25. oder 26. April geben wird“, sagte Tsakalotos. „Wir sind optimistisch, dass wir es bis zum 26. April schaffen werden.“  

Im Sommer 2015 hatten die Institutionen ein drittes Hilfspaket für Griechenland im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro geschnürt. Ohne eine Einigung der Gläubiger mit der Regierung in Athen kann jedoch kein Geld in die griechische Staatskasse fließen.

dpa

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