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Wirtschaft im Rest der Welt Hauptstadtflughafen: Türprobleme bringen neue Verzögerung
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17:12 17.01.2017
Dass er eine Baustelle ist und bleibt, ist eigentlich klar: Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld. Quelle: Ralf Hirschberger
Berlin

Am neuen Hauptstadtflughafen drohen nach dpa-Informationen weitere Verzögerungen. Grund sind demnach Probleme mit der Ansteuerung Hunderter von Türen.

Schwierigkeiten gebe es auch mit der Sprinkleranlage. Damit dürfte der Zeitplan für eine Eröffnung des Flughafens noch in diesem Jahr endgültig hinfällig sein. Denn dafür müssten die Bauarbeiten nach früheren Angaben von Flughafenchef Karsten Mühlenfeld in diesem Monat abgeschlossen werden.

Konkret müssen im Hauptterminal zahlreiche Türen neu verkabelt werden. Denn wenn sie im Brandfall nicht ordnungsgemäß schließen, ist eine planmäßige Entrauchung nicht möglich. Zudem gibt es möglicherweise noch Umbaubedarf an der Sprinkleranlage. Müssen dort Rohre ausgetauscht, bedeutet das langwierige Arbeiten in den Deckenhohlräumen über den Terminalgängen.

Mühlenfeld hatte schon Anfang Januar in seinem monatlichen Fortschrittsbarometer mitgeteilt, dass es Ende 2016 auf der Baustelle kaum noch voranging. Schon im Dezember war nach dpa-Informationen klar geworden, dass die geplante Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens 2017 nicht mehr zu schaffen ist.

Offiziell hält der Flughafen aber noch an dem Zeitplan für die Eröffnung 2017 fest. Zum Jahreswechsel hatte das Unternehmen angekündigt, sich noch im Januar dazu zu äußern.

„Schon seit längerer Zeit deutete einiges daraufhin, dass die so oft beschworene Möglichkeit einer Eröffnung des BER im Jahr 2017 weniger wahrscheinlich war als ein Sechser im Lotto“, teilte die Berliner CDU-Fraktion mit. Nun sei ein weiterer Aufschub nötig. Die FDP warf dem Aufsichtsrat vor, dies längst zu wissen, und die Berliner zu täuschen. Der Flughafen Tegel müsse parallel zum BER offen bleiben, um ein Verkehrschaos abzuwenden.

Unterdessen verzögert sich auch der Umbau im Aufsichtsrat. Eine für diesen Montag geplante Sondersitzung wurde um 14 Tage verschoben, wie Senatssprecherin Claudia Sünder sagte. Dies geschehe auf Bitten der Arbeitnehmervertreter - was Verdi-Vertreter Holger Rößler bestätigte. Die Mitarbeiter der Flughafengesellschaft wählten erst an diesem Donnerstag ihre Repräsentanten für das Kontrollgremium. Da bleibe zu wenig Zeit zur Einarbeitung, sagte der Gewerkschafter.

Die Zahl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat soll wegen der steigenden Beschäftigtenzahl von fünf auf zehn steigen. Sie wären damit gleich stark vertreten wie die Vertreter der Eigentümer der Flughafengesellschaft, die den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem Bund gehört. Auch wer den neuen Berliner Senat vertritt, ist noch offen - für die CDU ein Ausweis von „Chaos und Planlosigkeit“.

Das rot-rot-grüne Bündnis wolle das aber bis zur Sondersitzung entscheiden, sagte Sünder. Rößler regte an, dann auch die neuen Bauprobleme zu besprechen und nicht bis zur nächsten regulären Sitzung im März zu warten. In der Senatssitzung am Dienstag war die Baustelle kein Thema, wie Sünder sagte. „Zur Senatssitzung war die Welt noch in Ordnung.“

dpa

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