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Helaba erwartet nach guten Jahren deutlich sinkende Gewinne

Frankfurt/Main Helaba erwartet nach guten Jahren deutlich sinkende Gewinne

Noch steht die Landesbank Hessen-Thüringen gut da. Doch auch für die Helaba wird das Umfeld rauer. Der neue Vorstandschef Grüntker dämpft vorsorglich die Erwartungen für das laufende Jahr.

Frankfurt/Main. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) stellt sich trotz guter Wachstumsaussichten für 2016 auf einen Gewinnrückgang ein. Es sei nicht damit zu rechnen, dass sich die positiven Ergebnisse der vergangenen Jahre fortschreiben ließen, sagte der neue Chef Herbert Hans Grüntker.

„Die aktuelle geopolitische und ökonomische Entwicklung verunsichert die Märkte und führt zu hoher Volatilität. Aufgrund dieses schwierigen Umfeldes, der höheren regulatorischen Kosten und der steigenden Kapitalanforderungen müssen wir mit spürbaren Abstrichen beim Konzernergebnis rechnen“, sagte Grüntker. Genauer beziffern könne er das derzeit nicht. Der langjährige Chef der Helaba-Tochter Frankfurter Sparkasse hatte zum 1. Oktober Hans-Dieter Brenner abgelöst, der auf eigenen Wunsch in den Ruhestand ging.

Im vergangenen Jahr konnte die Helaba - trotz des Zinstiefs und hoher Kosten für schärfere Auflagen der Aufseher - an das Rekordergebnis des Vorjahres anknüpfen. Der Vorsteuergewinn der viertgrößten Landesbank Deutschlands lag mit 596 (Vorjahr: 607) Millionen Euro nur knapp zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich standen 419 (397) Millionen Euro Überschuss. Zuwächse gab es im Geschäft mit Immobilienkrediten, Federn lassen musste das Privatkundengeschäft der Tochter Frankfurter Sparkasse infolge der Niedrigzinsphase.

Das Niedrigzinsumfeld werde zunehmend zu einer „Welt negativer Zinsen“, konstatierte Grüntker. „Kompensationen durch andere Ertragsquellen sind nur bedingt möglich.“ Dass die Europäische Zentralbank (EZB) für geparktes Geld Strafzinsen von Banken verlange, sei eine zusätzliche Herausforderung. „Eine Bank ist weder in der Lage noch ist es ihre Aufgabe, ihre Kunden auf Dauer vor den Folgen dieser gewollten Zentralbankpolitik abzuschirmen. Grundsätzlich versuchen wir dennoch, die Belastung von Negativzinsen zu begrenzen.“ Für größere Geldanlagen von Firmenkunden oder institutionellen Kunden suche das Institut nach „individuellen Lösungen“.

Ertragspotenzial sieht die Helaba, die mit konzernweit 6148 (6254) Mitarbeitern Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg betreut, etwa im Firmenkundengeschäft in Nordrhein-Westfalen. Auch aus ihrer Rolle als Zentralinstitut für rund 40 Prozent der deutschen Sparkassen will die Helaba, die mehrheitlich den Sparkassen gehört, mehr Kapital schlagen.

Grundsätzlich gibt es nach Grüntkers Einschätzung Potenzial zu mehr Zusammenarbeit im Landesbankensektor. Möglicherweise biete die nötige Weiterentwicklung von IT-Systemen „neue Ansatzpunkte zur Vertiefung der Arbeitsteilung zwischen den Landesbanken“, sagte der Helaba-Chef.

dpa

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