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Wirtschaft im Rest der Welt Hier bezahlen Studenten ihren Kaffee mit Daten
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15:57 08.10.2018
Kein Geld und trotzdem Kaffeedurst? In Japan ist das für Studenten jetzt kein Problem mehr. Quelle: imago
Hannover

Studenten haben oft wenig Geld – und sind dennoch beliebt bei Werbekunden. Denn sie werden potenziell zu einer kaufkräftigen Schicht heranwachsen. Außerdem könnte ihre Arbeitskraft mal interessant für Firmen werden. Aus genau diesen Gründen hat eine Cafékette in Japan ein ganz spezielles Konzept entwickelt.

Im Shiru Café bekommen Studenten kostenlos Kaffee, Tee und Saft, wenn sie dafür Informationen über sich preisgeben – genau genommen: Name, Adresse, Geburtsdatum, Studienfach, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Interessen. All das müssen die durstigen jungen Leute mithilfe der zugehörigen App in ein Formular eintragen und schon ist der Bestellknopf für die kostenlosen Getränke freigeschaltet.

Die Daten landen bei verschiedenen Firmen, auch Sponsoren genannt, die den Studenten den Kaffee bezahlen. Außerdem hängen in den Cafés große Bildschirme, auf denen die Sponsoren Werbung schalten. Deshalb dürfen die Studenten den Kaffee auch nicht mit in den Hörsaal nehmen. Sie sollen ihn im Laden trinken, damit die Anzeigen Beachtung finden.

Sponsoren können Cafés auch für Vorträge nutzen

Die Werbenachrichten können die Sponsoren auch direkt auf die Kaffeebecher drucken lassen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, die Cafés für Vorträge oder Vorstellungsgespräche zu nutzen. Mit im Boot sind bereits große Firmen wie Microsoft, JP Morgan, Nissan und Suzuki.

In Japan betreibt Shiru Café bereits 16 Filialen, mehrere davon auf den Campus der großen Universitäten Tokios. Vier weitere Filialen gibt es in Indien, eine in den USA. Bald sollen weitere eröffnen, darunter in den berühmten amerikanischen Studentenstädten Yale, Harvard und Princeton.

Von Anne Grüneberg/RND

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