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Wirtschaft im Rest der Welt Höhere Netzgebühren treiben Gaspreise in die Höhe
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Höhere Netzgebühren treiben Gaspreise in die Höhe
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09:46 24.10.2012
Auch beim Gas müssen sich die Verbraucher auf Preiserhöhungen gefasst machen. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/ Symbol
Köln

Nicht nur beim Strom, auch beim Gas müssen sich die deutschen Verbraucher im kommenden Jahr zum Teil auf Preiserhöhungen gefasst machen.

Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Jahr würden sich durch die Aufschläge der Netzbetreiber die Mehrkosten auf 34 Euro belaufen, teilte das Internetvergleichsportal Verivox am Dienstag mit. Das wäre im Schnitt ein Plus von 10 Prozent. Die Netzgebühren machen rund gutes Fünftel des Gaspreises aus.

Der Energieanbieter Lichtblick in Hamburg, der zu den wenigen konzernunabhängigen, Ökostrom- und Gasversorgern in Deutschland zählt, kritisierte das Vorgehen der Netzbetreiber. Die Gebühren für den Gastransport an die Endkunden würden zum Jahreswechsel um bis zu 35 Prozent ansteigen, erklärte Lichtblick-Chef Heiko von Tschischwitz. Offenbar versuchten Konzerne und Stadtwerke, die durch die Energiewende schwindenden Gewinne beim Betrieb fossiler Kraftwerke durch höhere Einnahmen aus dem Netzbetrieb auszugleichen.

Wie hoch die Gaspreise für die Endverbraucher zum neuen Jahr aussehen werden, ist derzeit noch unklar. Die Preisanpassungen müssen die Versorger bis Mitte November ankündigen. Ob die höheren Gebühren voll in den Gaspreis eingerechnet werden, hängt auch davon ab, zu welchen Preisen die Versorger Gas auf den Beschaffungsmärkten einkaufen. „Die Preisunterschiede der Versorger sind aufgrund des dynamischen Beschaffungsmarktes sehr hoch“, sagte Verivox Energieexpertin Dagmar Ginzel.

So gibt es einige Anbieter, die Gas nur noch zu günstigen Konditionen auf den Spotmärkten kaufen, während andere sich durch langfristige Lieferverträge gebunden hätten. Dies sei auch ein Grund dafür, warum sich die Schere bei den Gaspreisen zunehmend auseinanderentwickelt, sagte ein Sprecher von Verivox. So schwanken die Jahresausgaben bei einem Verbrauch von 20 000 Kilowatt zwischengut 1000 und deutlich über 2000 Euro. Derzeit hält sich die Anzahl der Unternehmen, die die Preise zum Oktober und November erhöhen beziehungsweise senken, in etwa die Waage.

Wegen der steigende Energiekosten empfehlen Verbraucherschützer den Kunden einen genauen Preisvergleich und gegebenenfalls den Anbieterwechsel. Auf diesem Wege könnten allein beim Gas jährliche Einsparungen von mehren Hundert Euro erzielt werden, sagte die Energieexpertin von Verivox, Dagmar Ginzel.

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