Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
IWF-Chefin Lagarde soll wegen Millionenzahlung vor Gericht

Paris/Washington IWF-Chefin Lagarde soll wegen Millionenzahlung vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft sah keine Basis mehr für ein Verfahren gegen Christine Lagarde - doch nun wird sie doch vor Gericht geschickt. Es geht um eine Millionenzahlung an den Geschäftsmann Bernard Tapie.

Voriger Artikel
DAX: Schlusskurse im XETRA-Handel am 17.12.2015 um 17:55 Uhr
Nächster Artikel
Grünes Licht für Datenschutzklagen von Verbraucherschützern

Die 59-Jährige Lagarde muss sich laut Mediapart wegen Fahrlässigkeit vor dem Gerichtshof der Republik verantworten.

Quelle: Jim Lo Scalzo

Paris. IWF-Chefin Christine Lagarde soll wegen einer umstrittenen Millionenzahlung zu ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin vor Gericht. Dies entschied die Untersuchungskommission des Gerichtshofs der Republik, wie ein Sprecher in Paris sagte.

Der 59-Jährigen wird Fahrlässigkeit vorgeworfen. Lagarde will die Entscheidung anfechten, wie ihr Anwalt Yves Repiquet mitteilte. Der Beschluss, den Fall vor Gericht zu bringen, kommt überraschend: Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor die Einstellung des Verfahrens beantragt.

Es geht um den Verdacht, Lagarde könne in ihrer Zeit als Wirtschaftsministerin in Paris (2007-2011) regelwidrig eine Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an Bernard Tapie ermöglicht haben. Der Geschäftsmann hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais beim Verkauf seiner Anteile am deutschen Sportartikelhersteller Adidas geprellt gesehen und deswegen geklagt.

Lagarde bezeichnete das Verfahren und die Vorwürfe stets als „völlig unbegründet“. „Frau Lagarde möchte erneut betonen, dass sie im besten Interesse des französischen Staates und in voller Übereinstimmung mit den Gesetzen gehandelt hat“, erklärte ihr Anwalt Repiquet. „Sie teilt die Sichtweise des Staatsanwaltes, dass es keine Grundlage für irgendeine Anschuldigung gegen sie gibt.“ Lagarde werde dem IWF-Board über die neuen Entwicklungen berichten.

Die Französin steht seit 2011 an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). Ein Sprecher des Fonds erklärte in Washington, der Exekutivrat spreche ihr weiterhin sein Vertrauen aus. Das laufende Verfahren wollte er nicht kommentieren.

Der Fall sorgt schon seit Jahren für Schlagzeilen. Lagarde war in der Angelegenheit mehrfach von Korruptionsermittlern vernommen worden, im August 2014 wurde ein Anklageverfahren gegen sie eingeleitet. Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu ein Jahr Gefängnis und 15 000 Euro Strafe.

Der Gerichtshof der Republik ist ein spezielles Gericht, das für Gesetzesverstöße französischer Regierungsmitglieder im Rahmen ihres Amtes zuständig ist. Anfang Dezember hatte ein Berufungsgericht Tapie verurteilt, die auf den Schiedsspruch aus dem Jahr 2008 zurückgehende Entschädigung zurückzuzahlen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 11.077,00 +2,80%
TecDAX 1.735,00 +2,04%
EUR/USD 1,0765 +0,45%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 23,54 +6,75%
CONTINENTAL 179,64 +4,51%
VOLKSWAGEN VZ 126,74 +4,27%
RWE ST 11,71 -2,33%
FMC 74,12 -1,04%
MERCK 92,27 -0,80%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Fidelity Funds Glo AF 91,70%
Morgan Stanley Inv AF 91,29%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.