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Industrie zu Strafzöllen: Trump schadet eigener Wirtschaft

Handel muss fair bleiben Industrie zu Strafzöllen: Trump schadet eigener Wirtschaft

Die deutsche Industrie hat die Drohung des designierten US-Präsidenten Donald Trump an deutsche Autobauer zurückgewiesen, hohe Schutzzölle für die USA einzuführen.

BMW baut bereits Autos in Spartanburg im Bundesstaat South Carolina.

Quelle: Daniel Schnettler/dpa

Berlin. Die deutsche Industrie hat die Drohung des designierten US-Präsidenten Donald Trump an deutsche Autobauer zurückgewiesen, hohe Schutzzölle für die USA einzuführen.

„Trump wird der eigenen Wirtschaft schaden, wenn er versucht, die Autobauer aus Mexiko zu drängen“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, in Berlin.

Zwischen den USA und Mexiko gebe es eine Arbeitsteilung, die beide Standorte wettbewerbsfähiger gemacht habe. Außerdem seien US-Unternehmen auf deutsche Technologie und Zwischenprodukte aus Europa, Mexiko sowie anderen Regionen angewiesen.

Trump hatte in einem Interview der „Bild“-Zeitung und der Londoner „Times“ Autobauern mit Strafzöllen von 35 Prozent bei der Einfuhr von Fahrzeugen in die USA gedroht, falls diese außerhalb der Vereinigten Staaten produziert würden.

Kempf betonte, Trump habe recht, dass eine starke Industrie Schlüssel für mehr Arbeitsplätze sei. Dieses Ziel könne aber nicht durch Strafzölle und Protektionismus erreicht werden: „Niemand ist eine Insel. Handelskonflikte schaffen nur Verlierer.“

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte sich nicht konkret dazu äußern, ob die USA als Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) einseitig Schutzzölle erheben dürften. Die WTO-Vorgaben für einen fairen Welthandel würden vorsehen, dass Handelsinstrumente niemanden benachteiligen sollten. Allerdings haben viele Staaten auch separate Handelsabkommen mit einzelnen Ländern und Regionen.

dpa

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