Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Inflationsrate dreht wegen fallender Energiepreise ins Minus
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Inflationsrate dreht wegen fallender Energiepreise ins Minus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:51 18.10.2015
Die Energiepreise lagen im September 8,9 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Quelle: Tobias Hase/archiv
Anzeige
Luxemburg

Im Euroraum sind die Verbraucherpreise erstmals seit einem halben Jahr wieder gefallen. Die jährliche Inflationsrate habe im September bei minus 0,1 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt Eurostat mit.

Damit bestätigte Eurostat eine erste Schätzung. Das ist der erste Rückgang des Preisniveaus seit März. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise noch leicht um 0,1 Prozent gestiegen.

Nach wie vor sorgen die im Jahresvergleich stark gefallenen Ölpreise für erheblichen Druck auf die Teuerung. Die Energiepreise lagen im September 8,9 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Die Kernrate, die schwankungsanfällige Güter wie Energie und Nahrungsmittel ausklammert und den grundlegenden Preistrend wiedergibt, lag daher wie bereits im Vormonat mit 0,9 Prozent deutliche höher als die Gesamtrate.

Teurer waren im September vor allem unverarbeitete Lebensmittel, deren Preise im Durchschnitt um 2,7 Prozent stiegen. Dienstleistungen waren 1,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, während sich Industriegüter mit 0,3 Prozent kaum verteuerten.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Dies war von Volkswirten ebenfalls so erwartet worden. Auch hier gingen die Energiepreise mit 1,7 Prozent besonders deutlich zurück.

Die aktuelle Preisentwicklung hat sich damit noch weiter vom Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt. Die Notenbank strebt auf mittlere Sicht einen Anstieg des Preisniveaus von knapp zwei Prozent an. Sie versucht dieses Ziel durch eine Nullzinspolitik und monatliche Wertpapierkäufe in Höhe von monatlich rund 60 Milliarden Euro zu erreichen. Präsident Mario Draghi hatte zuletzt signalisiert, dass das Programm auch ausgeweitet werden könnte, falls sich die Inflationserwartungen weiter eintrüben sollten.


Eurostat

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Luxusbranche kann weniger auf kauffreudige chinesische Kunden zählen. Das bekommt auch der Modekonzern Hugo Boss zu spüren.

17.10.2015

Mitte September brach die Diesel-Affäre über den VW-Konzern herein, bisher zeigen sich keine größeren Bremsspuren bei den Zulassungen in Europa. Etliche Konkurrenten können aber deutlich stärker zulegen.

18.10.2015

Auf das Netz der VW-Vertragswerkstätten rollt mit dem Massenrückruf in der Diesel-Affäre eine gigantische Arbeitswelle zu.

16.10.2015
Anzeige