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Wirtschaft im Rest der Welt Innenstädte entlasten: Logistikbranche sucht nach Lösungen
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08:56 07.01.2018
Die Stadt ist voll: Logistiker suchen nach Entlastungswegen für Ballungszentren. Quelle: Christian Charisius
Bremen

Angesichts zunehmender Warenlieferungen fordert die Logistikbranche, die Innenstädte stärker zu entlasten. Man müsse entsprechende Lösungen entwickeln, sagte der neue Chef der Bundesvereinigung Logistik (BVL), Robert Blackburn, der Deutschen Presse-Agentur in Bremen.

Dabei gehe es etwa um eine engere Kooperation von Paketdienstleistern bei der Einfahrt in Stadtzentren, um so die Zahl der Lieferfahrzeuge zu verringern. Geprüft werden müsse auch die Errichtung zentrumsnaher Lagerhallen, von denen aus dann Fahrradkuriere die Waren weiter verteilen könnten, sowie eine möglichst geräuscharme Belieferung des Einzelhandels in der Nacht. „Die Logistikbranche arbeitet an solchen Zukunftsmodellen“, erklärte Blackburn, der das Ehrenamt zum 1. Januar angetreten hatte.

Durch das Internet veränderten sich die Anforderungen der Kunden rasant. „Es geht vor allem um Variantenvielfalt und Geschwindigkeit - bis hin zur Belieferung am Tag der Bestellung“, sagte Blackburn. Die Paketzustellung mit Drohnen hält der neue BVL-Chef zwar für ein spannendes Thema. Allerdings sei das auch auf längere Sicht nur für ganz bestimmte Situationen relevant - etwa bei der eiligen Zustellung von Medikamenten oder der Versorgung abgelegener Standorte wie kleiner Inseln oder Gebirgsregionen. „Die meisten Liefervorgänge werden sich weiterhin auf dem Boden abspielen“, prognostizierte Blackburn.

Für die interkontinentalen Handelsrouten gebe es in der Regel keine Alternative zum Seeweg. In Deutschland seien für bessere Transportmöglichkeiten von den Häfen ins Binnenland und umgekehrt dringend weitere Investitionen erforderlich. Häufig werde zu regional gedacht. „Die fünf Bundesländer, die über Seehäfen verfügen, arbeiten leider nicht sehr eng zusammen“, bedauerte Blackburn. Die Logistikbranche erwirtschaftete laut BVL 2017 einen Umsatz von rund 264 Milliarden Euro.

dpa

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