Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Insolvenzverfahren: Küchenbauer Alno verkauft Tochterfirma
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Insolvenzverfahren: Küchenbauer Alno verkauft Tochterfirma
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:52 02.10.2017
Der Küchenkonzern aus Pfullendorf in Baden-Württemberg ist seit dem Börsengang 1995 fast durchgängig in den roten Zahlen. Quelle: Thomas Warnack
Anzeige
Pfullendorf

Im Pleitedrama um den Küchenbauer Alno könnte der letzte Akt begonnen haben. Das Amtsgericht Hechingen eröffnete das Alno-Insolvenzverfahren mit Wirkung zum 1. Oktober, wie der Sprecher des Insolvenzverwalters, Martin Hörmann, mitteilte.

Der Küchenkonzern aus Pfullendorf in Baden-Württemberg ist seit dem Börsengang 1995 fast durchgängig in den roten Zahlen, mehrere neue Chefs und neue Investoren konnten das Ruder nicht herumreißen. 2016 musste Alno einen deutlich geschrumpften Umsatz von rund 493 Millionen Euro und einen heftigen Verlust von 67 Millionen Euro hinnehmen. Im Juli dieses Jahres folgte der Insolvenzantrag.

Alno hat noch rund 1600 Mitarbeiter, davon arbeiten rund 600 bei der auf Edelküchen spezialisierten Mutter in Pfullendorf, 90 bei einer Logistikfirma am Stammsitz, 400 bei der Mittelklasse-Küchentochter Wellmann in Enger (Nordrhein-Westfalen) und 230 bei der Niedrigpreis-Tochter Pino in Coswig (Sachsen-Anhalt). Der Rest der Mitarbeiter ist im Ausland tätig. Pino wird künftig nicht mehr zum stark angeschlagenen Konzern gehören. Man habe ein Kaufangebot erhalten, dem die Gläubigerausschüsse zustimmten, teilte Alno am Montag mit. Wer der Käufer ist, wurde nicht mitgeteilt. Bei Pino lief es finanziell zuletzt deutlich besser als beim Mutterkonzern.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Post-Tochter Streetscooter baut angesichts der großen Nachfrage ihr Angebot an elektrisch betriebenen Autos aus.

02.10.2017

Die britische Regierung spricht von der größten Rückholaktion in Friedenszeiten: Rund 110 000 Reisende müssen nach Hause gebracht werden, weil die britische Monarch Airlines insolvent ist.

02.10.2017

Das Unabhängigkeitsreferendum in der spanischen Region Katalonien hat an den europäischen Finanzmärkten Spuren hinterlassen. Der Kurs des Euro geriet am Montag unter Druck.

02.10.2017
Anzeige