Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt K+S startet scharfes Sparprogramm
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt K+S startet scharfes Sparprogramm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:42 14.11.2013
Der weltweite Preisverfall bei Kali-Produkten macht dem einzigen Rohstoff-Konzern im Dax zu schaffen. Foto: Uwe Zucchi
Anzeige
Kassel

Der Rohstoffkonzern K+S reagiert mit einem scharfen Sparprogramm auf den Preisverfall für Kali-Produkte auf dem Weltmarkt. Dabei wird auch ein Personalabbau nicht ausgeschlossen.

In den kommenden drei Jahren sollen Kosten von zusammen 500 Millionen Euro eingespart werden, kündigte der Kasseler Dax-Konzern am Donnerstag mit Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal 2013 an.

Vorrang beim Sparen hätten Sachkosten, es gebe aber auch Überlegungen zum Personal. Aktuell beschäftigt der Konzern knapp 14 500 Mitarbeiter, davon gut zwei Drittel in Deutschland. Allein 2014 sollen rund 150 Millionen Euro gespart werden.

„Unser Ziel ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von K+S nachhaltig zu steigern“, erklärte Konzernchef Norbert Steiner. Die Börse reagierte mit einem deutlichen Kursplus auf Zahlen und Ankündigung.

Nach dem Platzen des Kali-Kartells zwischen Russland und Weißrussland im Sommer sind die Kali-Preise weltweit auf Talfahrt, auch weil die Weißrussen ihre Produktion erheblich ausbauen wollen.

Der Umsatz von K+S mit Kali- und Magnesiumprodukten lag bei nahezu gleichen Mengen im dritten Quartal 2013 mit 456,7 Millionen Euro preis- und währungsbedingt um 18,5 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Es gebe eine spürbare Zurückhaltung bei den Kaufentscheidungen der Kunden, berichtete das Unternehmen.

Trotz eines gleichzeitig positiven Geschäftes mit der zweiten wichtigen Produktgruppe Salz verringerte sich das operative Quartals- Ergebnis um rund 40 Millionen auf noch 115,8 Millionen Euro.

Unter dem Strich steht nach neun Monaten ein bereinigtes Konzernergebnis von 367,7 Millionen Euro. Das sind 140 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr rechnet K+S bei etwa gleichem Umsatz (2012: 3,935 Mrd Euro) mit einem deutlichen Gewinneinbruch: Nach 637,4 Millionen im Vorjahr sollen dieses Jahr nur noch knapp unter 400 Millionen Euro hängenbleiben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal weiter gewachsen, allerdings hat sich das Tempo verlangsamt.

14.11.2013

Der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster Cisco Systems kämpft mit einem schleppenden Geschäft.

14.11.2013

Zur 65. Bambi-Verleihung werden heute in Berlin Stars wie Miley Cyrus, Robbie Williams, Victoria Beckham und David Garrett erwartet.

14.11.2013
Anzeige