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Karstadt-Tarifgespräche vorerst ohne greifbares Ergebnis

Düsseldorf Karstadt-Tarifgespräche vorerst ohne greifbares Ergebnis

Im Tarifkonflikt bei Karstadt ist die erste Verhandlungsrunde ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Da sagte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag.

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Karstadt will eine Tarifpause, um die weitere Gesundung des Unternehmens sicherzustellen. Foto: Martin Gerten

Düsseldorf. Im Tarifkonflikt bei Karstadt ist die erste Verhandlungsrunde ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Da sagte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag.

Über die konkreten Forderungen der Gewerkschaft - die Rückkehr von Karstadt in die Tarifbindung und den Abschluss eines Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrages - sei noch gar nicht verhandelt worden, hieß es.

Karstadt-Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz bekräftigte unterdessen die Forderung nach einer Tarifpause bei dem Unternehmen. Die Gespräche sollen am 7. Oktober fortgesetzt werden.

Beherrschendes Thema bei den zweitägigen Gesprächen in Düsseldorf waren nach Verdi-Angaben die Konsequenzen, die sich aus dem Einstieg des österreichischen Immobilienunternehmers René Benko für die Warenhauskette ergeben. „Wir brauchen dazu rechtssichere Informationen“, sagte Peukes. Antworten habe die Gewerkschaft bisher aber noch nicht erhalten.

Rüdiger Wolff, der ebenfalls zur Verdi-Verhandlungskommission gehört, forderte von den beiden Karstadt-Eigentümern Nicolas Berggruen und René Benko eine Zusicherung, „dass Karstadt im Ganzen mit allen Standorten und Beschäftigten auch künftig erhalten bleiben soll“. Benko will von Berggruen die Mehrheit an den Karstadt Premium- und Sporthäusern übernehmen.

Karstadt-Arbeitsdirektor Weitz bekräftigte unterdessen die Forderung nach einer Tarifpause um die weitere Gesundung des Unternehmens sicherzustellen. „Gerade weil wir keinen Stellenabbau wollen, dürfen die ersten sichtbaren Erfolge nicht durch die sofortige volle finanzielle Mehrbelastung des Flächentarifvertrages gefährdet werden“, sagte er. Es gebe im Einzelhandel bereits mehrere Beispiele für pragmatische Lösungen. Die Ankündigung des Konzerns, für zwei Jahre aus der Tarifbindung auszusteigen, hatte jedoch bei der Belegschaft zu heftigen Protesten geführt.

dpa

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