Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Kunden würden auch Gemüse mit Schönheitsfehlern kaufen

Berlin Kunden würden auch Gemüse mit Schönheitsfehlern kaufen

Eine große Mehrheit der deutschen Supermarkt-Kunden würde laut einer Umfrage auch Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern kaufen - erst recht zu niedrigeren Preisen.

Voriger Artikel
BER-Aufsichtsrat setzt Technik-Chef Amann ab
Nächster Artikel
Jeder vierte Kindersitz fällt bei ADAC-Test durch

Müssen Tomaten im Supermarkt alle perfekt aussehen? Foto: Stephanie Pilick

Berlin. Eine große Mehrheit der deutschen Supermarkt-Kunden würde laut einer Umfrage auch Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern kaufen - erst recht zu niedrigeren Preisen. 84 Prozent der Bundesbürger könnten sich vorstellen, trotz optischer Makel wie Flecken oder Verformungen zuzugreifen.

Nicht infrage käme dies für sieben Prozent, wie eine Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Dass Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern zu günstigeren Preisen angeboten werden sollte, befürworten 90 Prozent, ebenfalls sieben Prozent wollen dies nicht. Für die Erhebung wurden Mitte Oktober 1037 Menschen ab 18 Jahren befragt.

Offen für nicht ganz makellose Äpfel oder Tomaten als Angebot neben genormtem Obst und Gemüse sind demnach vor allem ältere Kunden. Auch Produkte mit Schönheitsfehlern kaufen würden 88 Prozent der über 55-Jährigen. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 76 Prozent, 17 Prozent lehnen dies ab. In Westdeutschland (85 Prozent) gibt es dabei mehr Befürworter als in den ostdeutschen Ländern (79 Prozent).

Vermarktungsnormen gelten als eine Ursache dafür, dass zu kleine oder nicht makellose Agrarprodukte nicht in Lebensmittelläden kommen. In der EU sind mittlerweile 26 von 36 spezifischen Normen für Obst und Gemüse abgeschafft worden, etwa für Möhren und Speisekartoffeln. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, auch die restlichen Normen für Tomaten, Salate, Paprika, Äpfel, Birnen, Pfirsiche/Nektarinen, Erdbeeren, Tafeltrauben, Zitrusfrüchte und Kiwis zu streichen.

Zu strikte Standards dürften kein Vorwand sein, Agrarprodukte zu vernichten, betont das Bundeslandwirtschaftsministerium. Allerdings können nicht den Normen entsprechende Feldfrüchte teils auch alternativ verwendet werden - als Tierfutter, für Säfte oder als natürlicher Dünger, wenn sie auf dem Acker liegen bleiben.

Auch angesichts des Hungers in ärmeren Ländern soll Lebensmittelverschwendung stärker vermieden werden. Bei Verbrauchern, Handel, Industrie und Gastronomie in Deutschland landen laut einer 2012 vorgestellten Studie pro Jahr elf Millionen Tonnen Nahrung im Müll. Davon stammen 6,7 Millionen Tonnen aus Privathaushalten. In der Landwirtschaft gehen einer weiteren Studie zufolge relativ wenig Lebensmittel beim Ernten und Lagern verloren - wegen der großen Mengen sind es aber jährlich tausende Tonnen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 12.564,50 +0,19%
TecDAX 2.626,50 +0,10%
EUR/USD 1,2273 -0,09%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

BASF 86,49 +0,65%
MÜNCH. RÜCK 195,90 +0,54%
ALLIANZ 193,12 +0,52%
RWE ST 21,41 -1,70%
LUFTHANSA 26,09 -1,66%
INFINEON 21,05 -1,27%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Commodity Capital AF 199,54%
Structured Solutio AF 170,65%
H2O Multibonds I S RF 92,22%
BlackRock Global F AF 80,36%
Polar Capital Fund AF 79,75%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.