Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Lada-Hersteller Avtovaz will mehr als 8000 Stellen streichen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Lada-Hersteller Avtovaz will mehr als 8000 Stellen streichen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:52 17.07.2017
Bereits in den vergangenen Jahren hatte Avtovaz mit Sitz in Togliatti an der Wolga Tausende Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu senken. Quelle: Thomas Körbel
Anzeige
Moskau

Der krisengeschüttelte russische Autobauer Avtovaz setzt seinen Sparkurs fort und will bis 2018 mehr als 8000 Mitarbeiter entlassen. Avtovaz ist der Hersteller der Traditionsmarke Lada und Marktführer in Russland.

In diesem Jahr sollten 6000 Stellen gestrichen werden, 2018 seien 2200 Entlassungen geplant, kündigte der Vertreter von Präsident Wladimir Putin im Föderationsbezirk Wolga, Michail Babitsch, am Montag unter Berufung auf Avtovaz an. „Uns ist sehr wichtig, dass die sozialen Garantien (...) eingehalten werden“, sagte Babitsch Agenturen zufolge in Moskau. Die Betroffenen müssten die Möglichkeit zur Umschulung und neue, gut bezahlte Jobs bekommen.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Konzern mit Sitz in Togliatti an der Wolga Tausende Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu senken. Avtovaz hatte seit Beginn der Absatzkrise 2012 immer weniger Fahrzeuge verkauft und 2015 sowie 2016 Milliardenverluste verbucht.

Seit Jahresbeginn zeichnet sich eine Trendwende auf dem Markt ab: Lada verkaufte 13 Prozent mehr Autos als im ersten Halbjahr 2016. Zum Jahr 2018 will der Konzern wieder schwarze Zahlen schreiben.

Erst im Januar hatte Avtovaz-Chef Nicolas Maure der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Dieses Jahr sind keine harten Maßnahmen geplant.“ Er hatte aber angedeutet, dass Mitarbeiter im Zuge von Umstrukturierungen in andere Bereiche oder zu Partnerfirmen vermittelt werden könnten. Auch jetzt sagte Maure bei einer Konferenz, es gebe an manchen Stellen zu viel und an anderen, etwa bei Zulieferern, zu wenig Personal. Der Konzern müsse darauf flexibel reagieren.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Online-Portal nutzt die Zinsflaute für eine Marketingaktion: Auf der Vergleichsplattform Smava können Verbraucher seit Montag einen Ratenkredit mit negativem Zinssatz abschließen.

17.07.2017

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 17.07.2017 um 13:05 Uhr folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

17.07.2017

Beschränkte Fahrverbote für ältere Diesel ab 2018 - das war der Plan in Stuttgart. Nun beschäftigt das Reizthema aber ein Gericht. Auch bundesweit erregt das Verfahren Aufmerksamkeit. Der „Diesel-Gipfel“ Anfang August in Berlin wird das Ergebnis kaum ignorieren können.

17.07.2017
Anzeige