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Wirtschaft im Rest der Welt Luxusgütergruppe LVMH übernimmt Kofferhersteller Rimowa
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05:52 05.10.2016
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Köln

Die Louis Vuitton-Ledertasche und der deutsche Aluminiumkoffer von Rimowa stehen künftig in einer Reihe. Die französische Luxusgütergruppe LVMH übernimmt die Mehrheit an dem fast 120 Jahre alten Familienunternehmen Rimowa in Köln, wie beide Seiten mitteilten.

Damit reiht sich erstmals eine deutsche Marke in das LVMH-Portfolio ein, zu dem unter anderem Mode- und Ledermarken wie Louis Vuitton und Edelgetränkemarken wie Moët und Hennessy gehören.

„Wir vertrauen unser Familienunternehmen der LVMH-Gruppe an und garantieren damit allen Rimova-Mitarbeitern eine vielversprechende Zukunft“, sagte Geschäftsführer Dieter Morszeck in einer Mitteilung. Er werde 80 Prozent der Unternehmensanteile an LVMH verkaufen, bleibe aber beteiligt und behalte seine Führungsfunktionen. Rimova wird aber mit Alexandre Arnault einen Co-Geschäftsführer von der LVMH-Seite bekommen.

Rimowa erwartet im laufenden Jahr einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro. Das 1898 als Koffer- und Lederwarenhersteller gegründete Unternehmen hat heute weltweit 3000 Mitarbeiter. Nachdem Rimowa im deutschen Heimatmarkt und auch in Asien bereits gut aufgestellt ist, werden in Teilen Europas und in Nordamerika noch erhebliche Potenziale gesehen. Der Einstieg der Franzosen gilt als ein Signal, den Wachstumskurs in diese Richtung zu verstärken.

Richard Morszeck, der Sohn des Firmengründers Paul Morszeck, brachte 1937 den weltweit ersten Aluminiumkoffer auf den Markt. Mit dem glänzenden Gepäck mit den parallelen Rillen wurde Rimowa weltweit bekannt. Aus den Wortanfängen von Richard Morszeck und „Warenzeichen“ entstand der Markenname Rimowa. Sein Sohn Dieter hat nun eine Stiftung gegründet, an die ein „wesentlicher Teil“ des Verkaufserlöses gespendet wird“.

Die Stiftung unterstütze gemeinnützige Projekte in den Bereichen Forschung, Gesundheit, Bildung und humanitäre Hilfe. Der Wert des 80-prozentigen Unternehmensanteils, den LVMH erwirbt, wird mit 640 Millionen Euro beziffert. Die Transaktion, die noch der Freigabe der Wettbewerbshüter bedarf, soll im Januar 2017 über die Bühne gehen.

dpa

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