Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Markt mit Bio-Lebensmitteln um 11 Prozent gewachsen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Markt mit Bio-Lebensmitteln um 11 Prozent gewachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:03 10.02.2016
Ein wichtiger Trend auf der Weltleitmesse für Naturkost ist „Superfood“ in Bio-Qualität. Quelle: David Ebener
Anzeige
Nürnberg

Der Boom bei Naturkost verstärkt den Ruf von Landwirten nach staatlichen Fördermitteln. Die Branche sieht nun den Staat in der Pflicht.

Neben dem Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) forderten zum Auftakt der Naturkostmesse Biofach in Nürnberg auch mehrere Umweltorganisationen bessere Rahmenbedingungen für Bauern, die ihre Betriebe auf die Erzeugung höher dotierter Bio-Produkte umstellen wollen.

Unter den gegenwärtigen Bedingungen werde die Bundesregierung deutlich hinter ihrem selbst gesteckten Ziel zurückbleiben, 20 Prozent der Anbaufläche bis 2020 auf Ökolandbau umzustellen, kritisierte etwa Greenpeace. „Wir brauchen einen klaren Wechsel von Billigerzeugung hin zu Qualitätsproduktion. Der Ökolandbau zeigt, wie dies gelingen kann“, teilte die Umweltorganisation am Mittwoch mit.

Nach Branchenangaben war 2015 der Umsatz mit Naturkost in Deutschland um 11 Prozent auf 8,62 Milliarden Euro gewachsen. Erstmals seit 2008 verzeichne der Markt damit wieder ein zweistelliges Wachstum. Stark gefragt gewesen bei den Verbrauchern seien im Vorjahr vor allem Bio-Eier sowie Mehl, Speiseöl und Milch aus ökologischer Erzeugung. Ähnlich stark wuchs 2015 die Nachfrage nach Naturkosmetik.

Nach Angaben von BÖLW-Chef Felix Prinz zu Löwenstein ist die ökologisch bewirtschaftete Agrarfläche in Deutschland im Vorjahr zwar um 2,9 Prozent auf 1,077 Millionen Hektar gewachsen. „Das reicht aber nicht, um auf das starke Wachstum des Naturkost-Marktes aufzuschließen“, unterstrich er. Notwendig seien neben einer gesicherten staatlichen Förderung auch mehr Mittel für die Forschung auf dem Gebiet des Ökolandbaus. Erste Bundesländer kürzten ihre Fördermittel bereits.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) betonte am Rande der Biofach zwar: „Mein Ziel ist, den Anteil der deutschen Bio-Produkte weiter zu steigern.“ Bei der großen Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln werde der Markt aber nicht ohne Importe auskommen.

Die Bundesregierung ist der Auffassung, mit der jüngsten Anhebung der Umstellungsförderung um 20 Prozent einen ausreichend großen Beitrag zum Wachstum der Öko-Landwirtschaft zu leisten, wie Ministerialrat Clemens Neumann vom Bundeslandwirtschaftsministerium betonte. „Wir haben gute Rahmenbedingungen und die müssen nun weiter entwickelt werden“, betonte er. Dazu gehöre auch die derzeit beratene EU-Verordnung für Bio-Lebensmittel. An den in Deutschland üblichen Kontrollen sollte dabei aber nicht gerüttelt werden.


Pressemitteilungsportal der Biofach

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Was sich schon abgezeichnet hat, ist nun Gewissheit. Der Hamburger Hafen ist im Containerumschlag hinter Rotterdam und Antwerpen auf den dritten Platz in Europa zurückgefallen. Schuld sind Probleme in China und Russland - und Besserung ist nicht in Sicht.

11.02.2016

Die Deutsche Bank versucht mit allen Mitteln, verschreckte Investoren zu beruhigen. Nach dem Kurssturz legt die Aktie wieder zu. Die Bundesregierung sieht keinen Anlass zur Sorge um Deutschlands größtes Geldhaus.

11.02.2016

Die Bundesregierung will zur besseren Terrorbekämpfung auf EU-Ebene für die Einführung einer Obergrenze für Bargeldzahlungen werben.

11.02.2016
Anzeige