Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Metro: Ermittlungen wegen möglicher Marktmanipulation
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Metro: Ermittlungen wegen möglicher Marktmanipulation
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:42 06.11.2017
Bereits am vergangenen Freitag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Räume des Handelskonzerns Metro durchsucht. Quelle: Rolf Vennenbernd
Anzeige
Düsseldorf

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt wegen des Verdachts der Marktmanipulation und des Insiderhandels gegen leitende Mitarbeiter und Verantwortliche der ehemaligen Metro.

Das bestätigte ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde. Bereits am vergangenen Freitag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Räume des Handelskonzerns durchsucht. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück.

Gegen fünf Metro-Mitarbeiter wird laut Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation ermittelt. Es bestünden Anhaltspunkte dafür, dass das Unternehmen mit der Bekanntgabe seiner Aufspaltungspläne im März 2016 zu lange gezögert habe.

Außerdem geht die Strafverfolgungsbehörde hinweisen nach, dass zwei Personen aus dem Unternehmen und ein von einem Metro-Mitarbeiter informierter Außenstehender Insidergeschäfte getätigt haben könnten, um von dem vorhersehbaren Kurssprung der Aktie nach Bekanntgabe der Aufspaltungspläne zu profitieren. Ausgelöst worden waren die Ermittlungen durch eine Anzeige der Finanzaufsicht BaFin.

Namen der Verdächtigen nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Doch richten sich die Vorwürfe des Insiderhandels nach Informationen des „Spiegel“ unter anderem gegen Metro-Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann und ein Vorstandsmitglied.

Ein Metro-Sprecher wies die Anschuldigungen jedoch zurück: „Zu dem Zeitpunkt, zu dem Herr Steinemann und ein Vorstandsmitglied Aktien erworben haben, lag keine Insider-Information vor.“ Auch der Konzern habe nicht gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen. Die Metro habe die Nachricht von der beabsichtigen Aufspaltung pünktlich und unter Beachtung aller einschlägigen Vorschriften kommuniziert.

Die frühere Metro Group hatte sich im Sommer in zwei unabhängige Unternehmen aufgespalten. Der Lebensmittelhandel trägt weiterhin den Namen Metro; die Unterhaltungselektronik ist in einer eigenen Gesellschaft namens Ceconomy aufgegangen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kaum ein Thema ist so heiß diskutiert wie die Rente. Rentner klagen über die geringen Zahlungen und Arbeitnehmer sitzen mit qualmenden Köpfen über ihrer Altersvorsorge und fragen sich, ob es reichen wird. Dabei wird oftmals nicht die tatsächliche Notwendigkeit berücksichtigt, sondern der Wunsch, den gewohnten Lebensstandard zu erhalten.

06.11.2017

Mehr als 15 000 Besitzer manipulierter Diesel haben über die Internetplattform „myright.de“ eine Schadenersatzklage gegen Volkswagen eingereicht.

06.11.2017

Fast in jedem Smartphone steckt Technologie des Chipkonzerns Qualcomm drin. Die Firma wird jetzt zum Ziel eines feindlichen Übernahmeversuchs. Dabei drückte ein erbitterter Streit mit Apple zuletzt den Aktienpreis.

06.11.2017
Anzeige